Showbericht, 20. April 2003

 

 

 

Lord of the Dance - Frankfurt

 

 

 

Leads:

 

Lord of the Dance:                 Michael Edwards

Don Dorcha:                           Ciaran Devlin

Saoirse:                                  Alice Reddin

Morrighan:                             Kelly Hendry

Spirit:                                     Helen Egan

Erin:                                       Niamh Kelly

Geigen:                                   Cora Smyth & Theresa Bourke

 

 

 

Before the Show…

 

 

Es tut mir wirklich leid – aber ich habe keine Ahnung, was wir heute vor der Show gemacht haben. Jedenfalls hat es Spaß gemacht, denn wir haben in unseren gesamten zwei Urlaubswochen hier in Frankfurt/Wiesbaden keinen einzigen Tag erlebt, der nicht lustig gewesen wäre. Schließlich hatten wir Ines, Martin, Olli und natürlich Bernd...

 

So, für den heutigen Bericht habe ich mir vorgenommen, mich ganz, ganz kurz zu fassen. (Ha, ha, ha – das schaff ich sowieso nicht. Aber der Wille war da *g*).

 

Als wir unsere Plätze einnahmen, saß neben uns eine ältere Dame. Wir fragten sie, ob sie sehr lärmempfindlich wäre, weil es große Explosionen geben würde und wir gewöhnlich sehr laut werden, wenn es ums applaudieren und zurufen zu den Tänzern geht. Sie antwortete, dass es ihr nichts ausmache, ganz im Gegenteil: Das sei ja gut für die Atmosphäre. Herrlich – solche Sitznachbarn hätten wir gerne öfter!!!

 

Wir begannen natürlich gleich, ein wenig mit ihr zu reden und sie erzählte uns, dass sie die Show schon mehrmals im Fernsehen gesehen hätte und seitdem ihren erwachsenen Kindern so davon vorgeschwärmt hätte, dass sie ihr diese Karte geschenkt haben „um es einfach mal live zu erleben“. Wirklich liebe Kinder!!! Eine Karte für die erste Reihe!!! Wir schwärmten ihr natürlich gleich vor, wie fantastisch „unsere“ Tänzer alle sind, und baten sie darum, uns in der Pause zu sagen, was sie für einen Eindruck von der Liveshow und den Tänzern gewonnen hat, und sie versprach es uns lachend.

 

 

…the Show…

 

Die Lichter gingen aus und zum letzten Mal für eine lange, lange – viel zu lange – Zeit hörten wir die so sehr geliebte Ansage: “Good evening, and welcome to Lord of the Dance…”

 

CRY OF THE CELS: Die Mönche (oder was auch immer) kamen herein – die Mädchen auch und mit ihren natürlich Helen. Wir wussten von Bernie bereits, dass Alice heute wieder die Leadrolle tanzen würde und freuten uns wie verrückt, „unsere“ Alice wieder zu sehen. Wir vermuteten Michael als Lord und Kelly als Morrighan – nur bei dem Dark Lord... logischer weise hätte Brendan wieder tanzen müssen, aber da war irgendwie dieses „Ciaran-Gefühl“...

 

Die Mädchen betraten in der zum grossteil bekannten Formation die Bühne: Emma Holtham, Sarah Clark und LeighAnn McKenna auf ihren Stammplätzen, ALICE REDDIN als Saoirse in der Mitte, rechts von ihr Lynn Henderson, Martina Stewart und Kelly Hendry.

 

Emma und Kelly zählten die Mädchen wieder leise ein – allerdings nicht leise genug, um nicht in den ersten Reihen gehört zu werden. Wir mussten uns ein grinsen verkneifen. Es ist so schön zu sehen/hören, dass auch die Lords und Ladies of the Dance „nur“ Menschen sind und die selben Hilfen brauchen, wie wir sie selbst auch benutzen. (Gut, Pat und ich müssen schon nicht mehr zählen, uns reichen schon Blicke aus, mit denen wir uns „einzählen“. Ein kurzes, gleichzeitiges Nicken ist dann so eine Art „Startsignal“. Sicherlich machen das unsere Stars gewöhnlich auch nicht anders – wenn auch vielleicht unbewusst – aber bei dieser Sequenz sehen sich ja die Mädls nicht.)

 

Alice und die Mädchen begannen zu tanzten – es war einfach wundervoll! Hinzu kamen Bernadette Flynn, Anne Walsh, Dawn Tiernan und Ciara Scott. Der Softshoe-Teil... was soll ich sagen – es war wundervoll.... Die Mädchen lächelten so schön...

 

Der Ruf der Kelten ereilte auch uns - am liebsten würde man selbst gleich mittanzen. Es juckt richtig in den Beinen – und was das wohl für ein Gefühl ist, vor so vielen begeisterten Fans zu tanzen, nur um ihnen eine Freude zu machen und für knapp zwei Stunden in eine andere Welt zu führen....

 

Schließlich blieben noch Emma und Kelly neben Alice übrig, nachdem alle anderen Mädchen verschwunden waren. Während den Rocks schielte Kelly zu Alice hinüber und zwinkerte ihr zu. In dem Moment kam die Drehung aber man konnte ihr noch ansehen, dass sie Kelly zulächelte.

 

Dann wurden die Mädchen auch schon immer schneller ( - Szenenapplaus mit Schreien und Pfiffen für die Mädls!!! - ) und schließlich wurde es Zeit, die Bühne zu verlassen um den Lord of the Dance zu begrüßen... MICHAEL EDWARDS sprang hinter seinem Vorhang hervor!!!

 

Michael´s Solo war schon wirklich beeindruckend – vor allem bei den Gedanken, dass er sich gewöhnlich im Laufe der Show noch steigert... er wird wohl erst nach einer ganzen Weile warm. Technik – Ausstrahlung – Tempo – alles perfekt. Und besonders das Zusammenspiel von Füßen, Mimik und Gestik: Dafür ist Michael ein wahrer Meister!!! Er ist ein Naturtalent was die Schauspielerei betrifft – meiner bescheidenen Meinung nach ist er der beste Schauspieler der Truppe. Aber ich glaube, das habe ich schon bei diversen Gelegenheiten angemerkt.

 

Er tanzte heute eine Choreographie, die etwas anders war als die vor vier Tagen. Er macht heute keinen „Kniefall“ während dem Solo. Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass Damien eben diesen „Kniefall“ im Solo diese Woche einmal getanzt hat – nur weiß ich nicht mehr, wann. Was ich damit aber eigentlich sagen will ist, dass ich es bei Damien schon lange nicht mehr gesehen habe. Gut, ich habe Damien seit 8 Monaten nicht mehr den Lord tanzen sehen – aber trotzdem...

 

Nach Michaels Solo kam auch seine Truppe zu ihm. Damien O´Kane lief wieder - grinsend wie ein Honigkuchenpferd – den anderen voran. Mit ihm erschienen sämtliche Softshoe-Mädchen aus dem ersten Teil und einige mehr, außerdem Damian Doherty, Chris Hannon, Nicky Fallon, Tom Cunningham, Shaun Boyle, Ger Hayes, Sean McNicholas, Brendan McCarron und Des Bailey.

 

Lachende Gesichter – wohin man blickte. Das Leben ist schön!!!

 

Mit donnernden Applaus wurden die Tänzer schließlich für ihr erstes Stück belohnt – zum letzten Mal in dieser Woche... zum letzten Mal in Frankfurt... zum letzten Mal in Deutschland...

 

ERIN, THE GODDESS: Erin, die GöttinNIAMH KELLY – betrat die Bühne um zu singen. Was ja auch gut gewesen wäre... wenn sie auf die Bühne gekommen wäre. Niamh zeigte auch guten Willen und betrat die Bühne – blieb aber mit ihrem grünen Mantel an einem Scheinwerfer hängen. Erst versuchte sie das Problem zu lösen indem sie einfach weiterging – vielleicht würde er ja nachgeben... War aber nicht so. Gut, dann musste man eben mit der Hand nachhelfen... brachte aber auch nichts... Dann bleibt eben nichts anderes übrig, als noch einmal zurück zu gehen und noch mal Anlauf zu nehmen – und dann ging´s auch.

 

Gerade rechtzeitig kam Niamh noch auf ihrem Platz an und begann zu singen... und für genauere Beschreibungen ihres Gesangs seht bitte wieder bei den Showberichten vom 15. & 16. April 2003 nach.

 

CELTIC DREAM: Helen und die Wind-Up-Doll huschten im Dunklen auf die Bühne. Der Scheinwerferkegel erfasste die beiden und... Lynn Henderson war die Wind-Up-Doll. Wir freuten uns sehr, dass wir sie noch einmal in dieser Rolle sehen konnten. Vier Mal durften wir sie hier in Frankfurt als Doll erleben, und mit jedem Mal wurde uns bewusster, dass sie einfach die Beste für den Job ist. Wie immer trug Lynn heute wieder ihr grünes Kleidchen.

 

Nach einer einfach perfekten Performance der Wind-Up-Doll kamen die Mädchen zu ihr auf die Bühne und begannen zu tanzen. Emma trug heute wieder ihr lila Kostüm und holte Lynn ab.

 

Heute gab es eine bunte Kostümmischung: Bernie, Martina und Sarah trugen grün, Dawn und Stephanie hatten lila an, LeighAnn wie gewöhnlich rosa und Angela und Cara hatten sich für orange entschieden. Katie, Fiona und Laura waren auch dabei, aber von ihnen haben wir die Farben nicht mehr im Kopf.

 

Die Mädchen grinsten sich gegenseitig an – kein Wunder. Schließlich wussten sie inzwischen wohl alle, wie sehr wir Alice´s Tanz bewunderten und wie sehr wir uns darauf freuten, sie wieder die Leadrolle tanzen zu sehen.

 

Und schließlich war es soweit: Alice betrat die Bühne und begann ihr Solo zu tanzen... es war sooooo wundervoll!!! Man kann Alice einfach nicht beschreiben – man muss sie sehen, um zu verstehen, was ich meine.

 

Alice tanzt, als ob es im Leben nichts anderes geben könnte, als anmutig und graziös über die Bühne zu schweben. Sie erinnert sehr an Bernie, als sie noch jünger war. Sie hat die selbe Ausstrahlung und Bühnenpräsenz. Wenn sie auf der Bühne steht, kann man einfach kein Auge von ihr abwenden. Michael Flatley sagte einmal über Bernie: Und gerade weil sie keine Aufmerksamkeit erhaschen will, sieht jeder auf sie“ und genau dasselbe trifft auch auf Alice zu. Sie tanzt mit einer solchen Natürlichkeit und Freude und Liebe aus tiefstem Herzen... und dabei ist es so traumhaft schön, dass es einem schier das Herz zerreißen könnte. Celtic Dream? Ja, ein keltischer Traum – ein Traum, Alice tanzen zu sehen!

 

Wenn ich Alice hier mit der „jungen“ Bernie vergleiche, so will ich keinen der beiden schlecht machen, oder besser machen als sie sind. Nein, es ist einfach unsere Meinung – Alice strahlt dieselbe Liebe zum Tanz aus, wie es Bernie tut. Allerdings ist Bernie mit der Zeit in diese Rolle gewachsen und ist eben auch erwachsener geworden – was ja auch sehr gut ist. Alice strahlt noch diese kindliche Freude aus, die auch Bernie in ihrer Jugendzeit hatte...

 

Das wiederum soll jetzt aber nicht heißen, dass Bernie nicht dieselbe Liebe zum Tanz (bzw. zum Lord Damien) ausstrahlt – ganz im Gegenteil: Nur ist es eben eine „erwachsene Liebe“, bei Alice ist es eben noch die „kindliche Liebe“ – aber das ist jetzt auch wieder nicht negativ zu sehen... Ach, ich weiß nicht, wie ich es so beschreiben kann, dass man es versteht. Ich glaube man merkt mir an, dass ich mich in einer Zwickmühle befinde, wenn ich versuchen soll, Alice Tanzstil zu beschreiben.

 

Wenn wir allerdings schon beim Vergleichen sind: Man merkt Alice sehr den Einfluss von Sarah an. Einige Posen sind identisch und auch die Mimik und Gestik sind zum Teil von Sarah übernommen.

 

Aber das macht es nicht schlechter: Obwohl man Alice die Einflüsse von Bernie und Sarah deutlich ansieht, hat sie durchaus ihre eigene Ausstrahlung und ihren eigenen Charme – dem man als Zuschauer unmöglich entkommen kann.

 

Nach ihrem Solo – uns waren dabei die Freudentränen in die Augen gestiegen – kam die Mädchen zurück und tanzten weiter. Was dabei zuerst gar nicht auffiel war, dass Alice währenddessen von der Bühne verschwunden ist. Erst durch die Bewegung des Vorhangs als Alice wieder herein kam fiel uns auf, dass sie gar nicht da war!!! Warum sie die Bühne verlassen hatte, wissen wir bis heute nicht und werden es wohl auch nicht mehr erfahren. Dieses Verhalten steht jedoch ganz im Gegensatz zur sonstigen Gewohnheit aller Saoirses – denn üblicher Weise bleiben sie am Rand der Bühne stehen, während die Mädchen weiter tanzen.

 

Schließlich tanzten sie gemeinsam weiter und dabei viel uns eine mögliche Lösung des Problems auf: Alice verlor beinahe ihren Schuh! Er schlappte ihr über die Ferse weg. Entweder hatte sie ihn zu locker gebunden und war herausgerutscht, oder ihr Schuh hatte sie gedrückt, sie ist von der Bühne gegangen um es zu beseitigen und konnte ihren Schuh vielleicht nicht schnell genug wieder anziehen. Wer weiß???

 

Jedenfalls tanzte sie den letzten Part des Stückes mit „1 1/5 Schuhen“. Als sie von der Bühne abtanzte, hinderte es sie allerdings nicht daran, trotz allem ihre Abschlussdrehung zu machen – obwohl ihr der Schuh dabei fast ganz vom Fuß rutschte.

 

Wir waren begeistert – noch nie hatten wir eine so perfekte Darstellung dieses Traumes gesehen (denn anders kann man es nicht nennen). Alleine die Freude auf den Gesichtern der Mädchen über unsere Freude war so schön – es ist nicht zu beschreiben!

 

WARRIORS: Die Spannung stieg wieder an: Wer würde nun den Dark Lord tanzen? Die Musik schwoll bedrohlich an und schon stürmte unser Don Dorcha auf die Bühne – CIARAN DEVLIN!!!

 

Unser „Ciaran-Gefühl“ hatte uns nicht getäuscht – wir waren also nicht besonders überrascht dafür aber glücklich, dass wir recht gehabt hatten. Besonders Pat hat einen siebten Sinn dafür, wenn etwas ungewöhnliches passiert – und bis jetzt hatte sie noch immer recht. In München sagte sie, dass heute ganz bestimmt nicht Damien tanzen würde, aber Des hatte am Vorabend getanzt. In Paris sagte sie vor der letzten Show, dass etwas ungewöhnliches passieren würde – Alice tanzte Saoirse. Am zweiten Abend war da wieder dieses „Etwas stimmt nicht“ - Gefühl – Brendan als Dark Lord. Sie ist so zuverlässig, wie ein Barometer!!!

 

Ciaran tanzte soooooo böse.... herrlich!!! Seine Kicks sind so präzise und gefährlich – besonders ein dreifacher (oder so ähnlich) ziemlich am Anfang des Solos. Er springt dabei mit einigen Schritten Anlauf in die Luft und schlägt (etwa) 3 Mal (!!!!) unter dem Körper die Absätze aneinander! Wirklich „Front Clicks“ sind es nicht, sondern einfach nur Clicks unter dem gerade gestrecktem Körper! („Front Clicks“ oder „High Kicks“ sind die „Schersprünge“ bei denen die Absätze vor dem Körper in der Luft zusammen geschlagen werden – Bild ist dabei *g*).

 

Ciaran machte heute wieder einmal den Eindruck, als wollte er sein Publikum auffressen – wozu sicherlich auch seine stahlblauen Augen ihren Beitrag leisten. Richtig gefährlich sah er aus. Kann es eigentlich sein, dass das Kostüm der Dark Lords sie wesentlich breiter erscheinen lässt? Ich habe so das Gefühl, dass dieser „Panzer“ die Schultern und den Oberkörper optisch „verbreitert“, so dass sie noch gefährlicher aussehen.

 

Nach Ciarans (gefährlich guten) Solo kamen seine Krieger hinzu: Sean McNicholas, Shaun Boyle, Tom Cunningham, Nicky Fallon, Chris Hannon, Denis McAuley, Mark Mulholland, Ger & Jeff Hayes, Thomas Martin, Paul O`Brien und Kevin Sherry waren heute dabei. Sie tanzten als wollten sie die Bühne zertrümmern! Sie stampften auf den Boden ein und donnerten mit ihren Eisen auf das Holz – mein Gott, ich glaube mein Herz setzte dabei für ein paar Schläge aus!!!

 

Spätestens an der von uns so sehr geliebten Stelle, als die Jungs zusammen- und wieder auseinander stürmen wurde klar, das die gesamte Truppe heute unwahrscheinlich gut drauf war. Auf uns machten sie fast den Eindruck, als wollten sie alles bisher gesehene übertreffen und uns noch einmal beweisen, dass sie die Besten sind – und immer bleiben werden. Auch wenn sie nicht mehr zu uns kommen werden.

 

GYPSY: Morrighan betrat die Bühne im Dunklen – wer würde es sein??? Sie tanzte ihre gewohnte Choreographie und fetzt wieder so ein richtiger Wirbelwind über die Bühne.

 

Rocks hier, Jumps da, dazwischen eine kurze „Flugstrecke“ und hin und wieder mal kurz wieder den Zehenspitzen hinterher schauen – es ist einfach fantastisch, Kelly beim Morrighan-toben zuzusehen.

 

Auch heute tanzte Kelly mit glatten Haaren, so wie auch bei der letzten Show. Aber auch das steht ihr gut – sie sieht nicht übermäßig brav damit aus – auch wenn sie uns mit ihren (neuen langen) Locken besser gefällt, als mit Spagettilocken.

 

STRINGS OF FIRE: Noch ein letztes Mal begeisterten uns CORA SMYTH und THERSA BOURKE mit ihrem feurigen Geigenspiel.

 

Der Ablauf war der gewohnte – Theresa begann zu spielen, Cora setzte ein, sobald sie anfingen im Duett zu spielen, klatschte auch das Publikum mit – und war alles andere als im Takt. Ich bin immer wieder davon begeistert – in zweierlei Hinsicht: erstens von dem Phänomen an sich, dass scheinbar niemand den (zugegebener Weise etwas komplizierten) Takt halten kann – könnte an den ständigen Rhythmuswechseln liegen. Zweitens sind wir von der Tatsache beeindruckt, dass eben genau dieses Phänomen die beiden nicht im geringsten zu stören scheint und sie munter ihr Stück spielen, als ob niemand falsch klatschen würde. Fantastisch, wirklich fantastisch!!!!!

 

Noch etwas, was schon zur Gewohnheit geworden ist: Eine der beiden hat immer während der Show zu arbeiten indem sie ihren Bogen neu bespannen (und stimmen) muss. Heute riss sogar bei beiden eine (oder mehrere?) Saiten an ihren Instrumenten. Aber wie gesagt – das ist schon zur Gewohnheit geworden.

 

Was den Rest dieses Stückes betrifft: Siehe Showberichte der Shows vom 15. & 16. April 2003 in Frankfurt.

 

BREAKOUT: Im Dunklen verließen die beiden Geigerinnen die Bühne und die ersten Takte setzten ein. Unsere Herzen machte einen kleinen Sprung – die so sehr geliebte Melodie!!! Endlich wieder – und zum letzten Mal für eine lange Zeit.

 

Die ersten Taps der Mädchen erklangen noch während die Bühne im Dunklen lag – doch schon gingen die Scheinwerfer an und warfen ihr Licht auf die hereintanzenden Mädchen. Sarah tanzte vorne an der Spitze des Dreiecks, hinter ihr erblickten wir heute Louise, Stephanie, Angela, Martina, Anne, Cara, Dawn, Bernie, Katie, Laura und Lynn. Sie tanzten mit einem so herrlichen lächeln auf den Gesichtern – wissend, und doch etwas angespannt... und wir sollten auch gleich erfahren, warum...

 

Zu diesem Zeitpunkt viel uns noch nicht auf, dass etwas im Gange war. Auch der wissende Gesichtsausdruck der Mädchen wurde uns erst bewusst, als wir erkannten, was da mit uns gespielt wurde.... Doch noch war die Welt in Ordnung...

 

Alice betrat die Bühne... und lächelte genau so Spannung steigernd wie die Mädchen – wie uns später bewusst wurde. Sie ging in die Mitte der Bühne und stellte sich für ihre erste Soloeinlage – die Rocks – auf. Auch heute stand Alice nicht 100-%ig auf der Spitze, wie ich es bereits in einem der früheren Berichte beschrieben habe. Vielleicht liegt es ja wirklich an den darauf folgenden Rocks – ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass es verdammt schwer ist, von der Spitze aus in die Fußgelenke zu wiegen und dann anschließend gleich wieder auf der Spitze zu landen. Das erfordert vor allem sehr viel Sprungkraft – seht euch Breakout auf den Videos an, und ihr werdet verstehen, was ich meine. Zumindest Ansatzweise, denn bei Bernie sieht man die Anstrengung beim besten Willen nicht. Ich warne jedoch ausdrücklich davor, es selbst auszuprobieren!!!! Das wäre nicht das erste Mal, dass sich jemand die Fußgelenke dabei bricht!!!!

 

Nach dieser ersten Soloeinlage sollten die Mädchen eigentlich das gleiche Stück tanzen – taten sie auch, aber... jede zweite der Mädchen hatte die Arme bereits über dem Kopf erhoben, die anderen hoben die Arme gerade erst. Außerdem bildete ich mir ein, aus den Augenwinkeln gesehen zu haben, dass Stephanie bereits mit Alice zusammen eine Drehung getanzt hatte. Aber....

 

Im großen und ganzen tanzten die Mädchen wie gewohnt weiter bis... die Mädchen sich plötzlich in zwei Kreise zu je sechs Personen formatierten - je in der rechten und in der linken hinteren Ecke der Bühne einen Kreis. Sie drehten sich dabei die Rücken zu und sahen nach außen, so als wollten sie sich nach Morrighan umsehen und dabei aber nicht Gefahr laufen, ihr den Rücken zu zukehren. Währenddessen tanzte Alice in der Mitte weiter ihre Solorolle.

 

Als wir diese Änderungen in der Choreographie sahen, konnten wir nur noch ungläubig den Kopf schütteln. Diese Änderungen – so klein sie auch seien – machen das ganze Stück noch einmal so viel besser.... Es ist einfach unglaublich! Gestern noch haben sie die gewohnte Choreographie getanzt und heute zeigen sie uns eine völlig neue Choreographie! Keine kleinen Änderungen wie man sie in den Solotänzen immer wieder sieht, sondern eine wirklich komplett neue Choreographie!!! Es ist einfach nicht zu glauben – schütteln sie sich ihre Ideen einfach so aus dem Ärmel???

 

Eine Frage die sich in einer ruhigen Minute nach der Show stelle war: Wer trainierte eigentlich die neuen Dinge mit der Truppe ein, während Marie Duffy nicht da war??? Habe ich schon erwähnt, dass Marie Duffy in dieser Woche nicht bei Troupe 1 war. Für uns war das ungewohnt, da sie bisher immer dabei war, wenn wir die Show sahen. Aber da zur gleichen Zeit die World Championships waren, gingen wir davon aus, dass Marie dort zu finden war. Wie wir im nachhinein erfuhren, war am 19. April – also gestern – ein Schwarz-Weiß-Ball, bei dem Marie definitiv anwesend war. Im IDM ist ein kurzer Artikel über diesen Ball mit einem Bild von ihr und einigen anwesenden Tänzern. Unter ihnen waren diverse Ex-Lord of the Dance-Tänzer wie Caroline Green, Fiona Kidd, Steven Brunning, Daire & Cian Nolan, John Carey und Dearbhla Lennon. (Eine Bemerkung ist es wohl wert: Auf dem abgebildeten Bild tragen alle Teilnehmer des Balles brav die Farben schwarz und weiß – nur Marie trug einen orangefarbenen Schal über die Schulter *g*)

 

Wir saßen also ungläubig den Kopf schüttelnd auf unseren Plätzen und starrten einfach nur auf die Bühne – und schüttelten den Kopf und deuteten mit kurzen Kopfbewegungen mal auf diese, mal auf jene Veränderung um die jeweils anderen auf die Veränderungen aufmerksam zu machen. Es war fantastisch!!!!

 

Als Kelly schließlich auf die Bühne kam, sah sie vielleicht unser Kopfschütteln – jedenfalls grinste sie plötzlich los! Doch schon giftete sie Alice und ihre Mädchen an, wobei sich allerdings wieder das ein- oder andere Grinsen breit machte. Gut, als Morrighan darf sie das. Dachte sie etwa daran, dass wir in Paris ebenso ungläubig in der ersten Reihe saßen, als wir Alice entdeckt hatten?

 

Die Mädchen rissen sich – wie gewohnt in einer langen Reihe hinter Alice – die Kleider vom Leib und Kelly verschwand schmollend. Es ging nicht anders – Szenenapplaus mit viel Geschrei und Pfiffen – die Mädchen waren fantastisch und das mussten wir ihnen auch zeigen! Alice hatte es gehört – und dachte wohl an Siamsa. Während die Mädchen ihre paar Schritte nach vorne laufen um dort los zu donnern, schrie Alice laut los! Fantastisch – also wenn dieses Mädchen keinen Spaß am Tanzen hat – wer dann???

 

Immer wieder begann Alice, loszuschreien – wir mussten antworten, es blieb uns keine andere Wahl. Als dann plötzlich die anderen Mädchen mitlachten und ebenfalls zu schreien begannen, war mit einem Schlag alles klar: Sie hatten eine neue Choreographie getanzt und da ist es völlig natürlich, dass sie nervös sind – sie könnten versehendlich das alte Stück tanzen oder die Steps vergessen, weil sie noch nicht zur Routine geworden sind – in einer solchen Lage ginge es wohl niemanden anders. Die Mädls wissen, dass wir die Show auswendig kennen – schließlich haben sie uns schon oft genug aus nächster Nähe gesehen. Nun, da sie uns so ungläubig die Köpfe schütteln haben sehen und so begeistert schreien hörten, wussten sie, dass zumindest uns die neue Choreographie gut gefällt. Und ich für meine Teil wäre sehr erleichtert, wenn ich wüsste, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat und das neue Stück gut ankommt.

 

Nun waren die Mädchen nicht mehr so sehr auf ihre Steps konzentriert – von Anspannung nicht die Spur zu merken. Die Mädchen begannen mit Alice zu schreien. Hin und Her ging es auf der Bühne, wobei außer Alice besonders Stephanie und vor allem Louise ihre Stimme hören ließen. Von Stephanie kannten wir ihre Begeisterung zu Breakout schon seit Paris, aber von Louise hätten wir einen solchen Begeisterungsausbruch nicht erwartet. Sie erschien uns auf der Bühne bisher immer etwas reserviert und zurückhaltend zu sein – und dann plötzlich diese beigeisterten Schreie und Rufe von ihr!

 

Mein Gott – ich kann es einfach nicht beschreiben. Ihr könnt vermutlich gar nicht glauben, was es für ein Gefühl ist, dort unten zu sitzen und diese Freude und Begeisterung in den Gesichtern auf der Bühne zu sehen – ich könnte vor Freude weinen wenn ich nur daran denke. Diese Tänzer und Tänzerinnen haben uns schon so viel Freude beschert und uns neue Freunde finden lassen – ich kann einfach nicht ausdrücken, was wir diesen Menschen zu verdanken haben. Und wenn wir dann eine solche Performance erleben dürfen – für uns ist es das höchste Glück der Erde.

 

Die Mädchen tanzen weiter, bis sie schließlich schwer atmend am Ende ihres Stückes angelangt waren. Sie hätten ewig weitertanzen und weiterrufen können – es war so herrlich. Und während die Mädchen stillstehen und auf ihre Herren warten, mischt sich wieder dieses Gefühl eines dumpfen Schmerzes mit in unsere lachenden Herzen. Das letzte Mal für eine lange Zeit...

 

Doch keine Zeit für Traurigkeit – denn schon ging die Show weiter. Und zwar nicht weniger spektakulär, als wir sie bisher erlebt hatten.

 

WARLORDS: Die Herren des Krieges kamen auf die Bühne und führten ihre fröhlich grinsenden und lachenden Mädchen von der Bühne. Kevin trug seiner Dame mal wieder das Kleid hinterher und auch die anderen Jungs räumten brav die Kleider ihrer Liebsten weg – gut so, schließlich können die Männer wenigstens das Putzzeug wegräumen, wenn die Frauen schon den Boden scheuern. *g*

 

Mit Lord Michael kamen außer Kevin noch Des, Damian, Chris, Nicky, Brendan, Tom, Denis, Mark, Thomas, Jeff und Ger mit auf die Bühne – abgesehen von drei Ausnahmen exakt die gleichen Jungs, die auch schon bei Warriors getanzt hatten. Ja, ja... Personalmangel.... *g*

 

Michael war heute großartig in Form – schon im COTC-Solo fiel es auf, aber jetzt übertraf er sich selbst!!! Er zeigte Soloeinlagen, dass es einfach nicht zu glauben war! Fantastische Darstellung!!!

 

Er trug heute übrigens wieder die üblichen zerfetzten Hosen – das heißt: Die Hosen sind hauptsächlich an den Innenseiten sehr aufgescheuert, vermutlich durch die vielen Kicks. Da haben die Mädchen einen unbeschreiblichen Vorteil: Sie brauchen nur regelmäßig neue Strumpfhosen *g*. Außerdem hatte Michael auch heute wieder das silberne Hemd an, von dem sich sämtliche Lords scheinbar nicht mehr trennen können. Allerdings sollte Michaels Hemd mal kurz zur Schneiderin oder ein neues Hemd muss her: Von der rechten Achselhöhle hängt nämlich ein Faden ab – okay, eine gute Schere tut´s wohl auch. *g*

 

Die Jungs zeigten heute wieder volle Leistung. Sie tanzten was das Zeug hielt – oder auf Tänzersprache: Sie tanzten, was die Schuhe aushielten!!! Ach ja: Schuhe!!! Michael trug in Paris als Lord bekannter Weise Schuhe, die keine Schuhe mehr waren. Zu gut Deutsch: Seine Lord-Tanzschuhe waren ein einziges großes Loch – oder nur noch ein Streifen Leder um den Fuß. Das kann man nun sehen wie man will. Tatsache ist, dass Michael wohl bemerkt hat, dass diese Schuhe ihr Grandenbrot verdient haben und hat sich neue Schuhe eingetanzt. Nun hat er ganz niegel-nagel-neue Schuhe, ganz ohne Löcher und Klebeband!

 

Choreographie hat sich unseres Erachtens nicht geändert – aber falls es so gewesen sein sollte, haben wir es nicht bemerkt, weil wir wegen Breakout noch etwas durch den Wind waren. Ich bin ja schon riesig froh, dass uns überhaupt noch etwas aufgefallen und noch hängen geblieben ist – nach diesem „Positiven Schock“ – gibt es so was überhaupt? Mediziner, meldet euch! *g*

 

Bemerkenswert ist übrigens auch, dass es Des heute geschafft hat, die Warlords ohne „Kaffeekränzen“ zu tanzen – er hat doch tatsächlich mit niemanden geredet. Na, zumindest nur ein- oder zwei kurze Worte gewechselt...

 

ERIN, THE GODDESS: Niamh kam zurück – und blieb diesmal nicht mit dem Mantel am Scheinwerfer hängen. Alles perfekt: Stimme, Ausstrahlung, Mimik, Gestik – ich mach´s kurz: Siehe Showberichte der Shows vom 15. & 16. April 2003 in Frankfurt.

 

LORD OF THE DANCE: Schon betrat Helen wieder die Bühne und spielte die Titelmelodie – schon betraten die Mädchen die Bühne und warteten auf ihren Einsatz.

 

Links Kelly – rechts Alice: Und wir dachten schon wieder an Paris – es war völlig unvermeidbar: Die gleiche Szene, die gleichen Tänzerinnen.

 

Um weitere Ausschweifungen zu umgehen – denn davon hatten wir wohl schon genug – will ich nur noch eines zu diesem Duett sagen: Es war einfach perfekt. Verblüffenderweise passten Kellys glatte Haare sehr gut zu Alice´s Locken – obwohl man eigentlich einen starken Kontrast vermuten würde. Schließlich kamen Tom, Ger, Damian und Nicky herein um die Mädchen zu begleiten, sie hochzuheben und ihnen als Slalom zu dienen. Praktisch....

 

Übrigens – diese Konstellation der Jungs hatten wir ebenfalls schon einmal (so wie auch die Jungs von gestern schon in der dritten Show getanzt hatten). Bei der zweiten Show tanzten sie in der gleichen Zusammenstellung – nur Damian wurde damals von Damien ersetzt. Na, ihr wisst schon, welche beiden ich meine, oder? Damien O`Kane ersetzte bei der zweiten Show Damian Doherty – oder Damian Doherty ersetze heute Damien O´Kane… wie man es nimmt. Jedenfalls würde es für die Theorie mit den „festen Tanzplätzen“ stimmen.

 

Kaum waren die drei Pärchen mit der immer schneller werdenden Musik verschwunden, kam auch schon Lord Michael – der Herr des Tanzes - hinter seinem Vorhang herausgestürmt. Und er trug doch tatsächlich das gleich Hemd wie das letzte Mal! Um genau zu sein hatte er sich heute wieder für das rote Hemd mit den goldenen Ornamenten entschieden – selbstverständlich mit dazupassenden Gürtel.

 

Das Solo – was soll ich sagen – Michael schien es sich heute in den Kopf gesetzt zu haben, sein Publikum mit jedem Auftritt mehr zu verblüffen. Da blieb uns (und dem restlichen Publikum) doch schon bei Warlords die Luft weg – aber im Vergleich zu diesem Solo war alles bisher gesehene ein regelrechtes Kinderspiel gewesen. Michael bewies heute richtig, was in ihm steckte… und das bis hin zum allerletzten Ton der Show. Er hatte gerade erst angefangen zu tanzen, er wurde gerade erst ein wenig warm…

 

Nach diesem einmaligen Solo kam die Truppe auf die Bühne gestürmt – Tom, Ger, Damian, Nicky, Des, Damien, Chris, Brendan, Thomas, Shaun, Sean, Bernie, Emma, Sarah, Ciara, Cara, Martina, LeighAnn, Dawn, Angela, Anne und Stephanie stürmten lachend die Bühne.

 

Sie schrieen und lachten wild durcheinander – vor allem Damien schien es riesigen Spaß zu machen, er viel fast von der Bühne als er in der Reihe stand… Aber das gehört einfach zu Damien…

 

Und schon wieder – einmal mehr an diesem Tag – fehlen mir einfach die Worte, um zu beschreiben, was in diesem Moment in uns vorging – oder was auf der Bühne vor sich ging. Es war einfach absolut fantastisch! Wie sehr wir diese Show – und vor allem diese lachenden und fröhlichen Gesicher lieben! Oder um es mit LeighAnns Worten zu sagen: „Absolutley love it!“

 

PAUSE - und wieder: Sofort an die Zusammenfassung ran. Glaubt mir: die einzige Möglichkeit, sich bei mehreren Shows so viel wie möglich zu merken und nicht zu verwechseln liegt darin, in jeder Pause und nach jeder Show alles aufzuschreiben, was man noch weiß. Man wird sich zwar nicht sofort an alles erinnern, was man gesehen hat, aber wenn man dann später seinen Spickzettel liest und den Showbericht tippt, wird man feststellen, dass einem wieder viele Dinge einfallen, obwohl man sie nicht aufgeschrieben hat.

 

Für die richtige Zuordnung zur passenden Show gilt bei uns auch das Ausschlussprinzip. Das geht dann beispielsweise so: Bei welcher Show wurde bei Siamsa noch einmal am meisten geschrieen? Hmmm, also Kelly hat da mitgetanzt und Sarah auch. Kelly tanzte in der zweiten, vierten und sechsten Show Lead, Sarah in der zweiten und fünften. Bleiben also nur noch die erste und die dritte Show übrig. Die erste war es bestimmt nicht – also war es die dritte Show am 17. April 2003. Bingo!

 

Anders Beispiel: Das Zuordnungsprinzip ist ebenfalls sinnvoll: Wer hatte welche Haarfarbe/Frisur/Haarteile als dieses oder jenes war??? Dem entsprechend findet man ganz schnell raus, wer die Leadpartner waren und schon hat man die Show. Beispielsweise so: Bei welcher Show hat wer wem in Breakout eine Gescheuert? Jedenfalls war LeighAnn daran beteiligt und sie hatte Locken – hatte sie nur am 5. Tag und deshalb hat sie Sarah eine gewischt. Also ganz einfach, oder??? Wenn ihr wollt, könnt ihr es gerne einmal ausprobieren.

 

Natürlich haben wir auch unsere Sitznachbarin gefragt, wie es ihr gefallen habe und sie antwortet, dass sie zwar kein Experte darin sein (wer außer den Tänzern ist das schon?), aber es habe ihr sehr gut gefallen. Dann hat sie unsere Aufregung bemerkt und gefragt, ob denn etwas passiert sei. Als wir ihr antworteten, dass bei einem Tanz von heute auf morgen die ganze Choreographie umgeworfen wurde, fragte sie begeistert: „Wirklich?? Und was ist nun besser, das neue oder das alte?“ Wir haben ihr wahrheitsgemäß beteuert, dass uns das neue Stück besser gefällt und sie sagte beruhigt: „Da bin ich aber froh, dass ich das bessere gesehen habe!“ Auf diesem Wege möchten wir uns noch ganz herzlich bei unserer Sitznachbarin bedanken, dass sie sich so nett mit uns unterhalten hat – so verständnisvolle Nachbarn hat man nicht immer! Aber weiter geht es mit der Show...

 

DANGEROUS GAME: Helen betrat wie immer als erste die Bühne und begann ihre Melodie zu spielen – und damit ein gefährliches Spiel. Doch kaum hatte sie geendet, kam auch schon Ciaran mit Unterstützung von Ger auf die Bühne und die beiden nahmen ihr ihre Flöte weg um sie zu zerbrechen.

 

Schon kamen die Warriors hinzu und unterstützen ihren Herrn und Meister.  Paul, Sean, Chris, Kevin, Mark und Denis misshandelten Helen mit ihrer altbewährten Choreographie und mit Hilfe von Ger und Ciaran. Und diese „ich-fress-gleich-jemanden-aus-dem-Publikum“-Mimik von Kevin – es ist einfach göttlich!!!

 

Übrigens haben Tom und Ciaran auch bei diesem Stück verschiedene Angewohnheiten. Einmal wird Helen in die Mitte der Warriors geschleift – einmal wird sie hochgehoben und in die Mitte geworfen.

 

Ciaran hob Helen hoch und schüttelte sie kräftig durch – und Helen schrie heute wieder besonders Herzerweichend – man möchte am liebsten auf die Bühne stürmen um ihr zu helfen. Aber – Thank the Lord – das ist nicht notwendig, denn schon kommt Lord Michael mit grimmigen Gesicht auf die Bühne um seinen Little Spirit zu verteidigen.

 

Und schon wieder muss ich es sagen: Michael ist der beste Schauspieler in der Truppe!!! Er sieht den Dark Lord und seine Männer an und er sieht so wütend und böse aus, dass man ihm nicht im Dunklen begegnen möchte – noch nicht einmal am hellen Tage... im nächsten Augenblick dreht er sich nach Helen um und sofort wird sein Blick weich und besorgt – nur für eine kurze Sekunde, denn dann wendet er sich seinem Widersacher noch wütender zu als vorher...

 

Noch während der Lord sich und den Spirit gegen den Dark Lord und seine Männer verteidigt, kommen auch schon die Warlords und stellen sich hinter ihren Lord um ihm Beistand zu gewähren. Weil wir gerade vom Lord reden: Michael trug wieder dasselbe silberne Hemd, dass er schon für Warlords getragen hatte – also das, mit dem heraushängenden Faden.

 

HELLS KITCHEN: Bei den Good Guys befanden sich heute Nicky, Thomas, Damian und alle restlichen Leads – oder zu deutsch: (Lords) Damien und Des und (Dark Lords) Brendan und Tom.

 

Prügeleien? Ja, ein wenig, aber nicht so viel wie gestern. Zwar versuchte Paul mal wieder Damien herauszufordern – und Damien ging auch darauf ein, nur leider war Michael gerade damit beschäftigt, seine eigenen Männer aus dem Rhythmus zu bringen. Deshalb hatte er wohl keine Zeit, selbst einzugreifen und Paul in seine Schranken zu verweisen. Aber Ciaran hat doch tatsächlich versucht, Damien wegzustoßen!!! (Ist ihm nur nicht gelungen, in dem Moment steppte Damien ein Stücken zurück *g*)

 

Die Leistung der Leads – na, das ist keine Frage, oder? Die beiden waren fantastisch, einfach genial. Sie tanzten sehr eng zusammen – und wir freuten uns schon auf das heutige Duell der beiden...

 

Und als die Jungs dann alle aufeinander zutanzten... mit dem letzten kräftigen Schlag riss Michael seinen Kopf noch einmal herum und kam so richtig schwungvoll in seine Position. Bedrohlich nahe standen sie beieinander und man hätte fast den Eindruck gewinnen können als spielten sie ein Spiel über Leben und Tod: Wer sich zuerst bewegt, hat (sein Leben) verloren...

 

Doch schon schob sich Helen wieder durch die kämpfenden Parteien hindurch und löste damit die bedrohlich angespannte Lage. Die Good Guys und die Bad Guys zogen sich langsam zurück – niemand ließ seinen Gegner dabei aus den Augen.

 

Die beiden Lords standen noch endlose Sekunden unbeweglich voreinander und starrten sich an. Helen legte beiden eine Hand auf die Brust und schob die beiden so auseinander. Der Dark Lord Don Dorcha verschwand langsam – nicht ohne noch einmal kräftig zu drohen und dem Lord klarzumachen, was ihm blühte, wenn er ihm noch einmal in die Hände fallen würde.

 

Kaum war Ciaran von der Bühne verschwunden, blicke Michael auf die zerbrochene Flöte, die Helen ihm entgegenhielt. Sein Blick war so... traurig, dass es ihm das Herz zu zerreißen schien. Uns zerriss es jedenfalls das Herz, einen so tief traurigen und gleichermaßen verzweifelten Blick zu sehen. Er versuchte, die Flöte zu reparieren, aber es wollte nicht so recht klappen. Er wollte Helen schon die beiden zerbrochenen Teile zurückgeben, als sie ihn noch einmal bittend ansah. Er nahm die beiden Teile hinter den Rücken und als er sie wieder hervorholte – war sie wieder heil.

 

Helen verließ glücklich lächelnd – und mit Tränen in den Augen – die Bühne und schon kam Morrighan herein...

 

FIERY NIGHTS: Kelly sprang auf die Bühne und huschte zwischen Michael und das Publikum um erst einmal dem Publikum klar zumachen, dass jetzt SIE dran sei und sonst niemand!

 

Michael hatte noch nicht einmal seinen Kopf zu ihr herum gedreht, als Kelly ihn schon packt und ihn regelrecht dazu zwang, sie anzusehen. Schon tanzten die beiden nach hinten, wo schon Alice mit verletztem Blick auf Michael wartete. Als die Beiden in ihre Reichweite kamen, ging sie noch einen Schritt auf Michael zu. Der war erst einmal hin- und hergerissen. Er blickte zu Alice, zurück zu Kelly und wieder zu Alice – er versuchte zu seinem Mädchen zu kommen, aber Kelly hielt ihn noch fest. Erst nach einem vergeblichen Versuch ließ Kelly ihn ziehen – in dem sicheren Wissen, dass sie doch gewinnen würde.

 

Michael und Alice verschwanden Arm in Arm und eng aneinander gekuschelt von der Bühne. Kelly machte es sich währenddessen schon mal auf dem Bühnenboden bequem – ob der wirklich sooo kuschelig weich ist? Ich bezweifle es! – und begann den Boden zu putzen: Mit ihrem Kleid, versteht sicht!

 

So beginnt ihr Solo immer: Sie rutscht ein mal wie eine Schlange über den Boden – mit dem Oberkörper voraus – bis sie auf der Bühne liegt. Dann dreht sie sich vom Publikum weg und hebt das rechte Bein abgewinkelt nach oben.. immer höher, bis es schließlich ausgestreckt ist. Mit einer schnellen Bewegung kommt das Bein wieder nach unten und dann erst steht sie langsam wieder auf und beginnt ihr Solo zu tanzen.

 

Das Solo war wie immer schnell, fetzig und atemberaubend fantastisch!!! Wie könnte es auch sonst sein? Kelly ist eine fantastische Morrighan – und ich bin gespannt, wer die nächste Dame im roten Kleid wird.

 

Ich weiß, ich weiß - nichts ist bewiesen, aber wir sind davon überzeugt, dass bald eine neue Verführerin über die Bühne huschen wird. Bei der zweiten und dritten Truppe werden zur Zeit die Tänzer hin- und hergereicht. Jenny und Debbie Corral wurden beispielsweise von T3 zu T2 geschickt um dort als Morrighan ausgebildet zu werden und erst heute habe ich gelesen, dass Jenny nun zurück zu T3 ging, um dort Morrighan zu tanzen. (Damit hätte T3 dann je 4 Morrighans und Saoirses und je 3 Lords und Dark Lords!!! – T2 hat ebenfalls je 3 Dark Lords und Lords und bisher 2 Morrighans und Saoirses) Vielleicht bekommen wir ja Debbie? Dann würden unsere Morrighans endlich mal aufholen – und frisches Blut schadet nie, oder? Aber vielleicht bleibt auch Debbie bei T2 und Kelly und LeighAnn ziehen sich ihre Unterstützung selbst auf. Das wäre natürlich absolut fantastisch!!! Aber genug spekuliert...

 

Nach Kellys fantastischem Solo – bei dem wir mal wieder über ihre Jumps und Kicks staunen konnten – kam schon Ciaran auf die Bühne. Er wartet wieder einen Moment und beobachtete Kelly während sie noch vor sich hintanzte. Er ging langsam und doch zielstrebig auf sie zu und nach einer kurzen Flirtszene packte er sie wieder und drehte sie um sich herum, so dass sie geradezu um ihn herum „flog“ – ich liebe diese Stelle!

 

Wieder einmal viel zu früh verließen die beiden die Bühne. Kann man nicht mal ein richtiges Hard-/Softshoe-Duett der beiden einführen??? Mit „richtig“ meine ich ein volles Stück, nicht nur für eine halbe Minute. Und wenn wir schon dabei sind, die Show zu verändern: Wie wäre es denn mit Thunder & Lightning – oder einem Duell/Duett (wie auch immer) zwischen Good Girl und Bad Guy – am besten vielleicht mit Heavies? Mein ja nur... *g*

 

In etwa parallel zu Ciaran kamen auch die Pärchen hinter den Vorhängen hervor. Die Mädchen voraus, die Jungs hinterher – wie immer. Und dann konnte man auch schon die Pärchen zuordnen: Vorne links waren Martina Stewart & Nicky Fallon, dahinter tanzten Bernie & Damien (endlich wieder) zusammen, daneben befanden sich Dawn Tiernan & Damian Doherty und rechts vorne waren Des & Katie. Gut, am Besten wird sein, wir handeln die Pärchen der Reihe nach ab:

 

Martina & Nicky: Martina zum dritten Mal in dieser Woche, davon zweimal auf der gleichen Position (vorne links). Sie tanzte heute übrigens mit neunen Haarteilen – sie stehen ihr fantastisch!! Sie sind etwas länger als die alten und haben auch mehr Locken, aber trotzdem sind es sanfte, wallende Locken. Sieht genial aus!

 

Nicky sahen wir heute zum ersten Mal in Fiery Nights – aber er hat sich fantastisch geschlagen. Er sieht einfach unglaublich lieb dabei aus mit seinem Wuschelkopf. Wir würden ihn ja gerne mal mit Alice zusammen sehen...

 

Bernie & Damien: Heute endlich wieder (und zum dritten Mal) zusammen, nachdem sie gestern „getrennt“ waren – Bernie tanzte mit Chris und Damien war nicht dabei. Wie immer tanzten die beiden auf ihrer Stammposition hinten links.  Die beiden haben scheinbar während dem Tanzen viel zu besprechen gehabt, aber zum Ende hin haben sie doch lieber geschwiegen und genossen das Kuscheln...

 

Dawn & Damian: Dawn war heute da erste Mal dabei – wir hatten sie noch nie zuvor in FN gesehen! Sie war aber wirklich gut. Das Problem mit Dawn ist, dass sie sehr zurückhaltend ist und das wirkt auf der Bühne so als würde sie sich denken:

„Hoffentlich sehen sie mich nicht“. Damit schadet sie ihrer eigenen Präsenz ziemlich, da der Zuschauer gewöhnlich eher zu denen sieht die denken: „Aber hallo, jetzt komm ich! Seht mir zu wie ich tanzte!“ Klar, dass das eine ganz andere Ausstrahlung rüberbringt. Dabei ist sie wirklich eine klasse Tänzerin!!!! GO ON, DAWN!!!

 

Damian tanzte zum zweiten Mal in dieser Woche – auf zwei verschiedenen Positionen. Mit Sarah tanzte er vorne rechts, heute hinten rechts. Auch Damian war fantastisch gut heute. Ich habe wirklich den Eindruck, die Truppe will einen guten Eindruck bei den deutschen Fans hinterlassen.

 

Katie & Des: Katie tanzte heute zum fünften Mal (!!!) in dieser Woche. Vier Mal davon tanzte sie hinten rechts, drei Mal davon mit Michael, einmal mit Des und heute in der vorderen rechten Ecke wieder mit Des.

 

Des war heute zum vierten Mal dran – mit drei verschiedenen Partnerinnen auf ganzen drei unterschiedlichen Positionen!!! Das nenne ich fleißig, denn die anderen beiden Male tanzte er den Lord. Nur vorne links war er noch nicht gewesen. Mal sehen, vielleicht das nächste Mal...?

 

Alle der acht waren fantastisch gut – und besonders bei den „Neuen“ kann man sagen, dass sie ihre Aufgabe ganz außergewöhnlich gut gemacht haben – KEEP ON DANCING!!!

 

Noch während die Jungs und die Mädchen tanzten, kamen Cora und Theresa auf die Bühne und begannen damit, die Tänzer musikalisch zu begleiten und um später den Übergang zu ihrem Klagelied fließend zu gestalten.

 

THE LAMENT: Das übliche: Siehe die letzen Showberichte aus Frankfurt.

 

SIAMSA: Emma in gelb, Dawn in orange, Ciara in gelb, Louise in pink, Angela in orange, Lynn in grün, Stephanie in orange, Fiona, Anne, Cara, Shaun in grün, Kevin in grün, Damian in grün, Nicky in orange, Ger, Paul, Mark, Thomas in orange, Chris in gelb und Denis in grün – und laut war es heute wieder...

 

Noch Fragen? Siehe Showberichte vom 15. und 16. April 2003 in Frankfurt. Standing Ovations!!!

 

CARRICKFERGUS: Niamh kam und sang Carrickfergus so wundervoll wie gewohnt – siehe Showberichte.

 

STOLEN KISS: Alice betrat die noch dunkle Bühne und begann, ihr Solo zu tanzen. Es war einfach wundervoll. Wir hätten nicht geglaubt, dass sie ihren letzten Auftritt als Leadtänzerin noch steigern könnte – aber mit der heutigen Performance tat sie es. (Dieses Empfinden könnte allerdings auch daran liegen, dass wir heute sowieso einfach nur happy waren – für uns konnte es einfach nur eine geniale Show sein!!)

 

Alice trug heute wieder das selbe Kleid wie am 17. April, und auch das Diadem, dass sie schon seit Cry of the Celts trug, war wieder das Gleiche.

 

Ihr Tanz ist einfach perfekt – die Sprünge, die Technik, das Lächeln, die Ausstrahlung... alles passt einfach so gut zusammen, als könnte es gar nicht anders sein. Und wieder erinnert Alice an die „junge“ Bernie...

 

Sie tanzte wie eine Fee – wie eine Göttin – wie ein Wesen, das nicht von dieser Welt stammt. Es ist so fantastisch ihr zuzusehen... von uns aus könnte dieses Solo ewig weitergehen und dürfte niemals enden...

 

Doch schon kamen die Mädchen herein – viel zu früh, für unseren Geschmack! Trotzdem war es schön, die anderen um sie herum schweben zu sehen. Sarah, Angela, Stephanie und LeighAnn kamen als erstes herein, und gleich danach erschienen auch Bernie, Anne, Katie und Ciara (mit neuem Haarteil).

 

Kaum waren die Mädchen auf der Bühne und tanzten ein wenig, verneigten sie sich auch schon vor Alice und verschwanden wieder. Lord Michael betrat die Bühne und begann mit seiner Saoirse zu tanzen.

 

Diese beiden zusammen tanzen zu sehen, ist einfach ein Traum – anders kann man es nicht beschreiben. Abgesehen von Bernie und Damien habe ich noch niemals ein Tanzpaar gesehen, dass so sehr harmoniert wie Alice und Michael.

 

Besonders niedlich sieht bei Michael immer wieder die Stelle aus, bei der das Good Girl an ihm vorbei tanzt: In diesem Moment schluckt Michael immer. Das sieht wirklich süß aus.

 

Einziges „fehlerhaftes“ Stück war die Stelle, bei der Alice um Michael herum schleichen sollte. Das heißt, eigentlich war es kein Fehler, sondern nur ein kleines Timing-Problem. Alice stand zu weit von Michael weg, als sie ihr Bein hochwarf und das hatte zur Folge, dass sie nicht mehr um ihn herumtanzen konnte – genauer gesagt: Nicht herumtanzen hätte können. Aber Michael – der Schauspieler, der er nun mal ist – hat eine Lösung parat: Er ging einfach mit ausgebreiteten Armen einen Schritt auf sie zu – so als ob er sie in die Arme nehmen wollte – und so konnte Alice um ihn herum tanzen. Etwas zu spät, aber die beiden fanden sofort wieder in ihre gewohnte Choreographie.

 

Schließlich kam Kelly und trennte die beiden. Schwungvoll riss sie Michael von Alice weg, die daraufhin in ihre Ecke am Bühnenrand ging und einen verletzen Blick auflegte. Kelly versuchte währenddessen den Lord (mit der üblichen Choreographie) auf ihre Seite zu ziehen – was ihr doch auch fast gelungen wäre.

 

Doch in dem Moment, in dem sie wieder etwas näher an Alice rantanzten schlich sie sich zwischen die beiden – aber so vorsichtig und leise, dass man es selbst als Zuschauer erst bemerkte, als sie wieder in Michaels Armen lag und Kelly schmollend davon trottete!!!

 

NIGHTMARE: Schon kamen die Warriors zurück um Michael gefangen zu nehmen. Michael führte Alice noch bis zum Tor und half ihr so, zu entkommen. Dann stürmte er in die andere Richtung und war schon fast am gegenüber gelegenen Tor angelangt, als es die Bad Guys schließlich schafften, ihn gefangen zu nehmen.

 

Währenddessen jagte Kelly wie ein Springteufelchen zwischen den Warriors umher und verriet den Lord und seine große Liebe – und das war ihr heute auch wirklich gut anzusehen!

 

Schon begannen die Bad Guys wieder, den Lord of the Dance zu misshandeln – Tritte in den Magen, böse Blicke und schließlich wird ihm auch der Kopf zurückgerissen. Das aber dann auch gleich so schwungvoll, dass man meinen könnte, Chris würde gleich ein Haarbüschel in den Händen halten! Zu guter letzt nahmen sie ihm auch noch seinen Gürtel – das Symbol seines Titels – und führten ihn auf die Treppe zu, von der Ciaran inzwischen hinunter gekommen war.

 

Ciaran tanzte wieder ein gefährlich geniales Solo. Ich weiß wirklich nicht, wie er das macht – einfach genial... so böööööööse!!! Dabei ist er doch eigentlich ein so lieber Kerl.

 

Erst jetzt viel es uns auf: Michael trug ein anders Hemd! Des und Damien (und Michael bei seinem ersten Lead-Auftritt in dieser Woche ebenfalls) hatten bei Stolen Kiss/Nightmare das selbe silberne Hemd getragen wie auch bei Warlords und Hells Kitchen/Dangerous Game. Heute trug Michael ein ganz einfaches weißes Hemd – ohne jede Abzeichen oder Verziehrungen. Da wird doch wohl nicht jemanden das silberne Hemd nicht mehr sehen können... *g*

 

Chris und Sean kamen wieder herunter. Ciaran baute sich vor dem Lord auf und begann mit seiner „Vernichtungs-Sequenz“. Mit den letzten Takten drehten sich Thomas, Denis, Kevin, Damian, Paul, Ger, Shaun, Nicky, Chris und Sean nach vorne und schon flog unser Lord Michael in die Luft (oder wurde er vom Dark Lord in die Hölle gejagt?? *g*).

 

...doch der Little Spirit war schneller – sie hatte unseren Magical-Michael mit ihrem magical dust überworfen. Die Warriors feierten ihren Herrn in einem triumphalen Siegeszug bereits als neuen Lord of the Dance, doch...

 

THE DUEL: Schon kam Helen wieder hereingelaufen. Die „Badies“ versuchten noch, sie zu erwischen – aber sie hatten keine Chance.

 

Schon war sie am anderen Ende der Bühne und warf ihren Feenstaub – Michael erschien in einer großen Nebelwolke (wieder in dem silbernen Hemd mit abhängenden Faden). Ciaran konnte es nicht glauben und sah sich kurz verwirrt um. Dann schrie er – wie bereits gestern Tom geschrieen hatte. Nur habe ich irgendwie das Gefühl, dass er nicht aus voller Lunge gebrüllt hat – da geht bestimmt noch mehr!

 

Die beiden stürmten aufeinander zu und was wir jetzt zu sehen bekamen – keine Beschreibung würde dem gerecht werden. Soll ich es trotzdem versuchen?

 

Michael war wütend – er war wirklich wütend und genau so tanzte er. Er hämmerte auf den Boden ein, als könne das allein den Dark Lord in die Flucht treiben. Er trieb  Ciaran allein mit seine aggressiven Mimik und Gestik zur Verzweiflung – und seine Füße gaben ihm den Rest.

 

Ciaran war erst verwirrt – schließlich trug er den Gürtel des Lord of the Dance, und außerdem sollte „der andere“ schließlich gar nicht hier sein. Dann wandelte sich seine Verwirrung in einen wütenden Gegenangriff – aus dem wurde dann aber ganz schnell nur noch Verteidigung. Immer noch wütend verteidigte er sich – bis er merkte, dass er seinem Widersacher unterlegen war und seine Wut wandelte sich wieder in Verwirrung.

 

Und schließlich hatte der Dark Lord keine andere Möglichkeit mehr, als aufzugeben und zu flüchten. In einem großen Feuerwerk verschwand Don Dorcha. Helen lief mit dem Gürtel in ihren Händen zu Lord Michael und beglückwünschte ihn zu seinem Sieg. Kaum hatte Helen ihn wieder losgelassen, kam auch schon Alice und belohnte ihn mit einem Küsschen.

 

Auch das Publikum war restlos begeistert – die Halle johlte und pfiff vor Begeisterung!!!

 

VICTORY: Helen war bereits von der Bühne verschwunden, als Magical-Michael und Amazing-Angel-Alice Arm in Arm von der Bühne gingen.

 

Und kaum waren sie verschwunden, kamen auch schon die fackeltragenden Mönche herein und feierten ihren Lord of the Dance.

 

Sie verschwanden wieder (nachdem sich niemand verlaufen hatte – es wird wirklich jedes mal spannender - Nix für Ungut, Michael *g*) und Helen lief mit ihrer Fackel auf die Bühne und fegte wild von einem Ende zum anderen.

 

Und dann kam auch schon die Truppe – die Freude war ihnen deutlich anzusehen. Wieder schrieen sie während sie tanzten und ließen ihr Publikum an ihrer Freude teilhaben. Sie tanzten, als gälte es, die Welt zu erobern – oder unsere Herzen. Das habt ihr – ihr habt die Welt im Sturm erobert. Und unsere Herzen.

 

Die Standing Ovations begannen schon, noch während die Truppe tanzte – vor diesen Shows in Frankfurt haben wir das auch noch nicht erlebt!!!!

 

PLANET IRELAND: Nachdem die Tänzer verschwunden waren, tat sich erst einmal lange nichts mehr. Doch dann kamen sie schließlich wieder herein und begannen, ihr a capella Stück zu tanzen. Rhythmus pur!!!

 

Die Tänzer machten wieder (fast) alle faxen ohne Ende. Damien lachte und lachte und hörte gar nicht mehr auf. Kelly und Des grinsten bis zum abwinken und Kelly, Lynn, Katie und ein paar der anderen Mädchen „gurrten“ ein wenig durch die Gegend, immer wenn sie einen Schritt rückwärts gingen.

 

Etwas ungewöhnlich war an diesem Abend die Aufstellung der Tänzer in der Reihe. Damien, Bernie, Kelly und Des standen nebeneinander. Normalerweise steht Des auf der linken Seite, Bernie und Damien rechts und Kelly irgendwo dazwischen. Jetzt wird es also Zeit, mal die Positionen zu wechseln... Schluss mit der eintönigen Arbeit *g*

 

Schließlich setzte die Musik wieder ein – die Füße zuckten: Die der Tänzer sowieso und unsere zuckten wie gewöhnlich mit. Dort oben auf der Bühne zu stehen und zu tanzten, was nur geht muss das Schönste sein, was es gibt. Sie tanzten – und wir waren glücklich.

 

Wie immer gab es nur eine Zugabe – schade eigentlich. Zum Abschluss waren mehrer auch schön gewesen. Aber wir können nur zu gut verstehen, dass die Tänzer irgendwann am Ende ihrer Kräfte sind. Und nach einer so perfekten Show wie wir sie geradeeben sehen durften, haben sie sich ihren „Feierabend“ auch ehrlich verdient.

 

Sie ließen ihren wohlverdienten Applaus eine ganze Weile auf sich herab regnen – dann gab Michael (viel zu früh für uns!!!) das Zeichen für das große Schlussfeuerwerk. Damien war wieder der erste, der – so schnell wie ein Kaninchen - von der Bühne verschwand... zum letzten Mal in Deutschland...

 

 

...after the Show...

 

…keine Zeit für Traurigkeit – das muss bis später warten! Jetzt mussten wir erst wieder nach draußen eilen um „unsere“ Tänzer ein letztes Mal abzufangen, mit ihnen zu sprechen und uns von ihnen zu verabschieden.

 

Die erste war heute – nein, nicht Emma, die hat sich heute gar nicht sehen lassen. Nein, die erste heute Abend war Fiona McCafferty. Sie schien (wieder einmal) überrascht zu sein, dass man sie als Tänzerin identifiziert hatte, und stellte sich fröhlich für ein paar Fotos auf.

 

Kurz darauf erschienen schon Ger Hayes und Mark Mullholland – ebenfalls schnell ein-, zwei Fotos geschossen – und da stellte sich die Frage: Wo ist Lynn Henderson? Keine Frage, wo die beiden sind, ist Lynn nicht weit – und kaum hatte man diesen Gedanken gedacht, stand sie auch schon da und ließ sich ebenfalls bereitwillig ablichten.

 

So, dann kann ich nicht mehr so genau nachvollziehen, wer nun eigentlich wann kam. Tatsache ist, dass im nächsten Pulk Cora Smyth, Theresa Bourke, Niamh Kelly und Ciaran Devlin vertreten waren. Ich glaube, Ciaran hat sich zwischen die Damen geschoben – aber sicher bin ich mir nicht mehr.

 

Theresa und Cora blieben noch ein wenig und ratschten eine Weile, während Ciaran und Nimah nach einigen freundlichen Worten und einem „Will we meet in Prague?“ schon wieder gingen.

 

Inzwischen hatte sich auch schon Thomas Martin herausgeschlichen – woher der kam, wissen wir heuten noch nicht: Plötzlich war er da!

 

Shaun Boyle und Dawn Tiernan waren die nächsten. Shaun hatte seine anfängliche „Schüchternheit“ inzwischen abgelegt – oder lag es daran, dass er in Begleitung war? Jedenfalls war locker und gelöst, so wie Dawn auch. Zum Abschied rief er noch „See you!“ – yes, dear Siamsa-Shaun, but: „Hear you!“ is better!!! *g*

 

Und dann war Angela O´Connor da – dementsprechend muss Sean McNicholas auch irgendwo gewesen sein. Die kamen ja heute aus allen Ecken heraus!!! Denis McAuley war auch da – na, zumindest sein Kopf ist mit auf einem Bild mit drauf.

 

Dann kam Helen Egan. Sie wurde mit tosendem Beifall begrüßt! Es schien ihr irgendwie peinlich zu sein, so viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Schon stand sie im Blitzlichtgewitter – alle Anwesenden wollten ein Foto von ihr machen und auch die Leute, die (mehr oder weniger) zufällig vorbeikamen, zückten den Fotoapparat.

 

Als nächstes erschien der Lord des Abends: Michael Edwards kam in Begleitung von LeighAnn McKenna aus der Alten Oper – und mit einer Zeitung in der Hand. Ich glaube, Michael fühlt sich nicht wohl, wenn er nichts tragen darf. Heute Zeitung, in München CD´s ohne Ende und sogar auf dem „Making of – Feet of Flames“ Video hat er eine Zeitung in der Hand als er aus dem Tourbus aussteigt.

 

Auch die beiden ließen geduldig Fotos von sich machen – als sich plötzlich noch ein Spaßvogel zu den beiden gesellte und frech grinste: Damian Doherty – Spaß muss sein! Recht hat er!!!

 

In diesem Moment sagte unsere Stefanie voller Überzeugung und – wie wir alle – angestrengt vom vielen Fotos machen: „Aber wenigstens kommen sie heute in Einzelteilen und nicht wieder alle auf einmal, wie gestern!“ In Einzelteilen??? Na, dann hätte ich aber mal gerne ein paar Füße! *g*

 

Und als ob das der Startschuss gewesen wäre, kam plötzlich ein ganzer Pulk: Chris Hannon, Martina Stewart, Louise Hayden, Kelly Hendry und Des Bailey. Selbst schuld – wenn sie alle auf einmal kommen, müssen sie sich eben zu einem Gruppenbild aufstellen. Haben sie auch gemacht, unsere Schätze.

 

Nach mehreren Gruppenbildern von sämtlichen Fans aus allen Richtungen und noch mehreren „Einzelablichtungen“ kam dann auch Cara Flowerdew und beantwortet brav die ihr gestellten Fragen, während sie fotografiert wurde.

 

Als nächstes kamen Nicky Fallon und Leading-Lady Alice Reddin. Alice ließ (ein wenig überrascht) ein kurzes Interview mit sich führen, während  Nicky brav auf sie wartete und nur manchmal einen fragenden Blick oder ein erstauntes „Hmmm?“ hören ließ. Irgendwann wurde es ihm dann ein wenig zu langweilig – „Immer diese Frauen!“ muss er wohl gedacht haben – und der Witzbold begann ein wenig zu tanzen – na, zumindest tat er so als würde er tanzen. Lustig war´s!

 

Noch während wir die beiden interviewten und fotografierten kam Laura Jones heraus. Leider haben wir es nicht geschafft uns überall gleichzeitig hinzudrehen. Als die beiden dann gehen durften fragten sie noch, ob wir nach Prag kommen würden. Wir würden zwar gerne – aber leider....

 

Schon kamen Bernadette Flynn und Damien O´Kane heraus. Damiens erste Reaktion – wie jeden Tag: Ein lauter Siamsa-Schrei! Mein Gott – das war schön!!!! Als wir dann loslachten nachdem wir geantwortet hatten, grinste Damien gleich kräftig mit. Dann die befürchtete Frage: „Did you enjoy the Show?“ – Kar doch, aber irgendwann werden wir ihm mit todernsten Gesicht sagen, dass es schrecklich war. Mal sehen, wie er darauf reagiert – vermutlich ziemlich entsetzt *g*.

 

Natürlich gab es noch ein kleines Schwätzchen mit den beiden – das gehört schon irgendwie dazu. Und dann stellten sie die Frage ob wir nach Prag kommen würden. Zum vierten Mal an diesem Tag mussten wir diese Frage bedauernd verneinen. Wie gerne würden wir mitkommen, aber leider ging es nicht...

 

Schließlich waren sie wieder alle gegangen und wir machten noch einen kleinen Spaziergang. Eigentlich wollten wir zur Hauptwache, aber die hatten heute zugesperrt. Schade – na, dann eben doch wieder McDonald´s.

 

Dann gingen wir wieder zurück zum Parkhaus unter der Alten Oper, in dem wir unseren (das heißt Bernds oder Ollis) fahrbaren Untersatz in dieser Woche täglich abgestellt hatten. Und auf dem Weg dorthin sahen wir noch einige bekannte Gesichter: LeighAnn, Damian, Brendan, Ciara, Alice und Nicky. Wir schwebten noch so auf Wolken, dass wir sie erst gar nicht sahen – ich glaube, sie entdeckten uns zuerst. Sie riefen uns noch „Good Bye“ und „See you“ zu und gingen dann wieder weiter. Ein gelungener Abschluss des Abends.

 

Doch dann hieß es endgültig Abschied nehmen. Das war das einzig Schlimme an dieser Woche – sich von all den Menschen zu verabschieden, die man in diesen wenigen Tagen kennen und lieben gelernt hat. Heute war es schon wieder soweit. Nachdem wir Jörg und Christine schon am Freitag verabschiedet hatten – mit viel Drücken und Knuddeln, wie bereits geschrieben – mussten wir nun auch unserer Steffi „tschüss“ sagen. Große Verabschiedungszene....

 

Unser einziger Trost in diesen Tagen war das Internet – schließlich konnte man sich ja Mails schicken – auch wenn das nur ein bescheidener Trost war.

 

So, das ist nun das Ende der Showberichte aus Frankfurt – aber erst der Anfang vieler wunderbaren Freundschaften. Ich hoffe ich kann für uns alle sprechen, wenn ich sage: Wir haben Freundschaften geschlossen, die hoffentlich noch ewig halten und ohne die unser Leben ärmer wäre.

 

Ich möchte euch allen Danken – allen, die an diesem wundervollen Urlaub teilgenommen haben und ihn damit unvergesslich gemacht haben. Danke an Steffi für ihre tatkräftige Unterstützung. Danke an Jörg und Christine, ohne die wir uns hier gar nicht getroffen hätten. Danke an Olli und Martin für ihr Verständnis für diese Leidenschaft. Danke an Bernd für die Unterkunft und den Fahrdienst. Danke an Ines für das organisieren und planen. Danke an euch alle – Danke für alles!

 

Und „Danke“ auch an diejenigen von euch, die den Mut hatten, all diese langen Showberichte zu lesen. Denn ihr gebt uns die Ausdauer und das Durchhaltevermögen diese Berichte zu schreiben und uns damit auch selbst unauslöschliche Erinnerungen zu schaffen.

 

Wir freuen uns schon auf den nächsten gemeinsamen Urlaub – es wird gewiss nicht lange dauern!!! Und zum Schluss möchten wir uns noch bei denen bedanken, die unser gemeinsames Hobby zu neuem Leben erweckt haben – Danke, Troupe 1!

 

Thank you so much, Troupe 1 – we love you so much and we will meet again – that´s for sure. In the meanwhile – have a great time and so much fun as you brought to us and our best friends, we´ve never met without LOTD.