Showbericht, 15. April 2003

 

 

 

Lord of the Dance - Frankfurt

 

 

 

Leads:

 

Lord of the Dance:                 Damien O`Kane

Don Dorcha:                           Ciaran Devlin

Saoirse:                                  Bernadette Flynn

Morrighan:                             LeighAnn McKenna

Spirit:                                     Helen Egan

Erin:                                       Niamh Kelly

Geigen:                                   Cora Smyth & Theresa Bourke

 

 

 

…eine uns allen wohlbekannte Stimme kündigte an: „Good evening and welcome to Lord of the Dance. The Show is copywrited ....“ und so weiter und so fort, bis es schließlich hieß: “Ladies and Gentleman: Lord of the Dance”.

 

CRY OF THE CELTS begann. Wie gewohnt kamen zu-erst die Mädchen zusammen mit Helen auf die Bühne und legten sich schlafen. Die Mönche kamen mit ihren Fackeln hinzu – aber halt! Was war denn das??? Nur vier Druiden??? Das waren aber auch schon mal mehr! Ja, ja, auch der Lord muss rationalisieren... *g*.

 

Nebenbei – sollen das nun Mönche oder Druiden sein? Ist ein himmelweiter Unterschied, meint Ines. Aber ich weiß es wirklich nicht!

 

Beim ersten kräftigen Schlag der Glocke lief uns wie bei jeder Show ein schöner, kribbelnder Schauer über den Rücken. Saoirse??? Ja, wenn man sie nur hätte erkennen können...

 

Der Spirit erwachte und schon jetzt liefen wir über vor Freude: HELEN EGAN war wieder da!!! Wir hatten sie in Paris wirklich vermisst und wir waren einfach nur selig, sie wieder bei der Truppe zu sehen, auch wenn wir wussten, dass sie wieder da sein würde. Jemanden zu sehen, ist doch etwas anderes, als nur von Jemandem zu hören.

 

Jetzt konnte man im Scheinwerferlicht auch endlich die Gesichter der Mädchen erkennen: Emma Holtham (ganz außen links), Sarah Clark (daneben), LeighAnn McKenna (das ist LeighAnn??? Aber sie hat ja glatte Haare!!!!) und Katie Martin (rechts neben Saoirse). Tja, und irgendwie ist uns die nächste beim Notizen schreiben durch die Lappen gegangen, könnte aber Louise Hayden gewesen sein. Schließlich ganz außen rechts Kelly Hendry. Und in der Mitte??? Unsere Saoirse war BERNADETTE FLYNN!

 

Ja, Bernie! Also wenn diese Frau keine Verwandlungskünstlerin ist, dann weiß ich auch nicht. Heute trug sie ihr Haar offen, lang (etwa bis zur Taille) und leicht gelockt, was nicht heißt, dass das jetzt immer so sein soll. Jedenfalls scheint es eine neue Perücke/ein neues Haarteil zu sein, denn bisher waren sie immer ein wenig kürzer.

 

Konkurrenz bekommt Verwandlungskünstlerin Bernie jedoch von Verwandlungskünstlerin Kelly. Ihr Haar sah zwar auf den ersten Blick aus wie immer, doch auf den zweiten Blick war es ein ganzes Stück länger und voller als früher. Gewachsen oder jetzt auch mit Haarteil???

 

Auf Grund des Make-Up´s und des Lippenstiftes den LeighAnn trug, waren wir uns schon ziemlich sicher, dass sie Morrighan tanzen würde, aber das würde sich erst zu einem späteren Zeitpunkt herausfinden lassen.

 

Die 7 Mädchen tanzten wie gewohnt ihren Softshoe-Teil und wurden von vier weiteren Mädels besucht, die wir doch glatt nicht aufgeschrieben haben. Doch wir rekonstruierten, dass es jedenfalls Alice Reddin und mit großer Wahrscheinlichkeit auch Ciara Scott, Dawn Tiernan und Cara Flowerdew gewesen sein müssen, die uns mit ihrer Kunst beeindruckt haben.

 

Schließlich verschwanden die Mädchen brav von der Bühne – außer Emma, Bernie und Kelly – und machten Platz für den Lord des Abends, der dann auch aus dem vor-deren rechten Vorhang gesprungen kam: DAMIEN O´KANE!

 

Damien – was kann man zu Damien noch sagen??? Er „ging zu Boden“, d. h. er machte wieder einen „Kniefall“ am Anfang des Solos, was wir schon lange nicht mehr von ihm gesehen hatten. Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich meine den Kniefall, den auch schon Michael Flatley auf den Videos in der linken Ecke (bzw. im Hyde Park in der rechten Ecke) der Bühne gemacht hat – es war kein Sturz.

 

Solo: Perfekt, einfach fantastisch, mitreißend, atemberaubend, mit etwas veränderter Choreographie (mehr Drehungen) und eben einfach Damien! Etwas zugelegt hat er, der Junge – von den Füßen her, nicht vom Gewicht. Und was das andere „zulegen“ betrifft, sprich die Haarlänge, finde ich die Haare gar nicht sooooo lang. Nach dem was wir bisher gehört bzw. gelesen hatten, dachten wir drei schon, die Länge wäre inzwischen auf „schulterlang“ angewachsen. Ob per Haarwuchsmittel, auf natürlichem Wege oder mit Hilfe von Haarteil/Perücke, darüber hatten wir auch schon gerätselt *g*. Aber Gott sei Dank war es ja nicht so schlimm. Natürlich, im Vergleich zu seiner „Stoppelfrisur“ waren sie selbstverständlich länger, aber – Thank the Lord – nicht so lange, wie befürchtet. Und schließlich nimmt man seine Lords ja auch so, wie man sie bekommt, oder?!?

 

Nach seinem Solo bat Lord Damien natürlich seine Truppe zu sich und schon kamen sie wieder alle auf die Bühne gestürmt – die Truppe, die wir alle so sehr lieben. Was für ein Feeling!!! Es ist ein Gefühl, als würde man nach langer, langer Zeit endlich wieder nach Hause kommen und genau das haben wir Bernie und Damien auch nach der Show gesagt.

 

Kaum hatte die Truppe jedoch ihren „Kreisel-Knoten“ gelöst und sich formiert – ja was war denn das schon wieder??? Plötzlich riss Mark Mulholland die Arme halb hoch und gleich wieder nach unten. Wie??? Was sollte denn jetzt das??? Keine acht Takte später war auch dieses Rätsel gelöst. Mark hatte eigentlich keinen richtigen Fehler gemacht, er war nur etwas zu früh dran gewesen. Denn beim zweiten Stepp riss doch tatsächlich die ganze Truppe die Arme hoch und hielt sie – ähnlich wie die „Bezaubernde Jeannie“ - auf Schulterhöhe vor sich. Erinnert irgendwie an „Firedance“ und sieht verdammt stark aus und von uns aus kann das ruhig so bleiben.

 

Der Kreisel-Knoten wurde wieder geschnürt und die Truppe formierte sich neu – das heißt: alt – in die gewohnten Reihen mit dem Lord in der Mitte und Bernie und LeighAnn rechts und links. Was wohl eine Bemerkung wert ist: Neben Bernie tanzte die-die-heute-nicht-Morrighan-tanzte Kelly und neben LeighAnn tanzte die-die-heute-nicht-Saoirse-tanzte Alice – Zufall??? Früher war es mal genau anders herum gewesen.

 

Die letzten Schritte: Die Jungs tanzen ein wenig nach hinten, die Mädels drehen sich schon mal zur Seite, die Jungs und der Lord tun es ihnen gleich und mit einem letzten „Bang“ reißt die Truppe die Köpfe zur Seite und – zumindest die Jungs – den rechten Arm nach oben.

 

Endlich Zeit sich die Truppe genauer anzusehen und herauszufinden, worauf man schon seit geraumer Zeit achten will und es vor lauter Begeisterung einfach nicht geschafft hat. Tragen die Mädchen noch die blauen Ohrringe aus Feet of Flames, Hyde Park? Weiß es jemand? Nein? Gut, wir bis zu diesem Augenblick auch nicht. Wollt ihr es wissen? Ja? Nein! Nein, sie tragen die Ohrringe nicht mehr, dafür glitzerte es an den Ohren von Bernie und LeighAnn verdächtig nach Schmuck – allerdings im Privatbesitz befindlicher, wie sich im Laufe der nächsten Shows herausstellen sollte.

 

Und auch Tänzer sind nur Menschen – nämlich Menschen mit Sonnenbrand. Das fiel ganz besonders bei Emma auf, die Dank ihrer hellen Haut und ihrer hellen Haare wohl besonders für solche Gemeinheiten empfänglich ist. Und hinterhältigerweise fällt es natürlich gerade bei den an-der-Schulter-schräg-geschnittenen-COTC-Kostümen der Mädchen besonders auf, wenn sich ein weißer Streifen über die linke Schulter zieht. Vor allem, wenn diese Seite auch noch dem Publikum zugewendet ist. Gute Besserung Emma, hoffentlich schmerzt es nicht mehr zu sehr!!!

 

Helen kam anstatt von der Treppe (die gab es ja schließlich nicht) hinter dem vorderen, linken Vorhang hervor und bezauberte den Lord wieder mit ihrem Feenstaub, woraufhin die Truppe brav im Gleichschritt von der Bühne verschwand und der Lord sich gehorsam mit einem lauten „BAAANG“ von seinem Publikum verabschiedete.

 

Das Schönste an dieser Stelle sind ja eigentlich die Reaktionen des Publikums zum Knall – unsere Ines kennt das ja. Nicht wahr, Ines?!? *g*.

 

Der Rauch hatte sich noch nicht richtig verzogen, als ERIN, THE GODDESS in Gestalt von Niamh Kelly auf die Bühne kam. Das erste, was mir an unserer neuen Sängerin auffiel, waren ihre Augen – Kunststück, viel mehr sieht man in dem altbekannten grünen Mantel mit Kapuze ja auch nicht.

 

Nein, aber auch ohne Mantel wären ihre großen Augen wohl das erste, was einem auffallen würde. Sie schminkt sie dunkel, was sehr gut zu ihrem Stil passt und was ihnen eine unergründliche Tiefe verleiht, die wiederum sehr gut zu einer Erin passt.

 

Unter ihrer Kapuze konnte man einen Teil ihres dunklen Haares erkennen, was ebenfalls sehr gut zu ihren Augen zu passen schien und anhand des relativ geringen Ausmaßes der Kapuze, konnte man auf entweder sehr kurzes oder glattes Haar schließen. Genaueres würde man spätestens beim zweiten Stück wissen.

 

Als sie zu singen begann wurde klar, dass sie nicht nur passende Augen hat, sondern – noch viel wichtiger – auch eine passende Stimme. Eigentlich hat sie eine eher tiefe Stimme mit einem sehr angenehmen warmen Klang, aber das hindert sie nicht im geringsten daran, auch die hohen Töne wunderschön hervorzubringen.

 

Auch die Art und Weise, wie sie ihre Stücke vorträgt, ist durch und durch lobenswert. Niamh hat ein sehr einnehmendes Lächeln, was wieder einmal sehr gut zu ihr, ihrer Rolle und den Stücken passt. Und durch eben dieses Lächeln fühlt sich wohl jeder einzelne Zuhörer ganz besonders angesprochen, so als würde Niamh ihr Lied ganz allein nur für ihn oder sie singen.

 

Dazu tragen auch (wieder einmal) ihre Augen bei. Wenn sie singt, glänzen ihre Augen so glücklich, dass wohl jeder erkennen kann, wie gerne sie singt und wie viel Freude es ihr macht auf der Bühne zu stehen und ihr Publikum zu bezaubern.

 

Anders als die anderen Sängerinnen, die wir bisher live gesehen haben (also Anne Buckley und Siobhan Weafer) benutzt sie hauptsächlich die Gesangspausen um ihren „Standort“ zu wechseln. Während sie singt läuft sie nur sehr wenig, was die Lieder ruhiger erscheinen lässt. Im Gegenzug dazu lässt sie ihre Hände sprechen. Niamh könnte wohl die Hälfte des Liedes mit ihren Hand- und Armbewegungen erzählen, ohne auch nur ein Wort zu verlieren. Mit ihrer Gestik unterstützt sie sowohl die Geschichte, als auch ihre Stimme, wodurch das Stück sehr schön abgerundet wird und ihr Stimme voller wirkt.

 

Alles in allem kann man sagen: Niamh ist sowohl eine großartige Sängerin, als auch eine fantastische Darstellerin und sie ist in jedem Fall ein Gewinn für die Show.

 

Schließlich verließ Erin mit traurigem Gesicht die Bühne während die Lichter schon dunkler wurden. Kaum war das Licht erloschen, huschte schon die Wind-Up-Doll für CELTIC DREAM auf die Bühne – gefolgt von Helen. Licht an.... und Sarah Clark stand auf der Bühne und ließ sich von Helen aufziehen.

 

Sarah haben wir noch nicht so oft als Wind-Up-Doll gesehen, und deshalb war es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie im Laufe der Zeit die eine oder andere neue Bewegung hinzugefügt hat. Tatsache ist, dass sie ihre Arbeit als Doll wirklich großartig gemacht hat.

 

Die Mädchen kamen – wie gewohnt – hinzu und Sarah wurde von Emma „abgeholt“ und nach vorne begleitet, von wo aus das gewohnte Stück weiterging, bis... tja, bis die Mädchen den Kreis bilden, bei dem jede Zweite nach innen, und jede weitere Zweite nach außen gedreht steht. Diese Stelle, die irgendwo kurz vor dem Solo getanzt wird, war unserer Meinung nach eine Schrittfolge leicht abgeändert. Ich hab es gerade noch einmal mit dem Video verglichen und musste feststellen, dass wir uns geirrt haben – tja, auch so was soll es geben. Dafür kamen die Mädels dann anders auf die Bühne, wie uns beim Vergleich mit den Videos aufgefallen ist. Nämlich langsamer, halb so schnell um genau zu sein. Im allgemeinen sind die Bewegungen, vor allem die Gestik und die Kopfbewegungen am Anfang, etwas zackiger bzw. ruckartiger geworden, was mir persönlich auch sehr gut gefällt.

 

Schließlich kam Bernie zu ihren Mädels und begann zu tanzen. Und auch bei Bernie kann man eigentlich nur sagen: Einfach Bernadette! Sie ist die Anmut selbst und es ist traumhaft ihr dabei zuzusehen!!!

 

Das Kleid ist immer noch das gleiche wie Ende November in München, bzw. wie das Kostüm das Alice in Paris trug und dass heißt, es hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem CD-Kostüm aus Hyde Park Zeiten.

 

Zu dem Solo an sich ist zu sagen: Es ist völlig neu. Bernie macht jetzt sehr viel mehr Sprünge und wechselt dabei die Beine (sogenannte Jumps) und sie macht auch viele Cuts (wenn das jemandem etwas sagen sollte. Wenn nicht, hier die Anleitung: Wie schafft man es mit dem rechten Fuß die linke Hand zu treffen, dabei das Knie nach unten zeigen zu lassen und so ganz nebenbei auch noch zu springen? Habt ihr es geschafft? Ja? Dann war es wahrscheinlich ein Cut *g* - Nee, mal ganz ohne Unfug: Ich werde ein Bild von einem Cut heraussuchen und es euch zeigen). Auch sonst arbeitete sie sehr viel höher, d. h. sie sprang höher, sie nahm ihre Beine höher und auch mal beides gleichzeitig, wenn es sein musste...

 

Die Mädchen kamen nach dem Solo wieder zurück (ist euch schon mal aufgefallen, dass vor dem Solo 10 Mädchen tanzen, danach aber 12 und zwar teilweise andere als vorher, d. h. einige tanzen nur im ersten Teil, dafür andere und zwei mehr im zweiten Teil – nur so nebenbei bemerkt) und tanzten die gewohnte Choreographie weiter; das heißt, was man eben Choreographie nennen kann. Der letzte Teil scheint eine Art „Free-Style-Part“ zu sein, in dem jede tanzt, was ihre gerade einfällt. Wichtig scheint dabei nur zu sein, dass sie rechtzeitig wieder auf ihren Plätzen stehen, aber das hab ich ja im letzten Bericht auch schon erläutert - glaube ich zumindest.

 

Schließlich sanken die Mädchen in die Knie. Achtet bei Gelegenheit einmal auf die Fußstellung der Mädchen. Manche drehen den Fuß auswärts, manche dehnen nebenbei den Unterschenkel und manche legen den Fuß sogar auf der Fußkante ab! Nun, Bernie als Saoirse geht jedenfalls gar nicht „Richtung Boden“ und senkt auch nicht wie die anderen Mädchen den Kopf, sondern macht sich noch einmal ganz groß, was sehr stolz aussieht und deshalb auch sehr gut zur Rolle passt. Anschließend macht sich noch einen kleinen, eleganten Knicks und schon verschwindet sie hinter dem rechten Vorhang.

 

Anschließend ging es weiter mit WARRIORS. Wer würde der Dark Lord "Don Dorcha" sein? Thomas Cunningham oder Ciaran? Die Bühne wurde dunkel und… CIARAN DEVLIN stürmte auf die Bühne. Mann, und er wird jedes Mal böser und böser... herrlich!!!!

 

Das Solo – bombastisch böse – soooo bööööse. Mit seinen stahlblauen Augen wirkt das ganze natürlich um so besser. Ciaran tanzte sehr energisch und schien sein Publikum wieder einmal auffressen zu wollen.

 

Auch diese Choreographie war natürlich mal wieder anders. Allerdings ist die letzte Show ja auch schon 4 Monate her, also ist es auch nicht weiter verwunderlich. Erwähnenswert ist wohl, dass er einige Taps ganz anders betont als früher, so wie Daire Nolan auf den Videos. Ob er es bewusst so macht, oder ob es sich im Laufe der Zeit einfach so ergeben hat, kann ich nicht sagen.

 

Doch dann wurde es Zeit, die Jungs herein zu lassen. Die Leader kamen hinter dem Tor hervor und die Jungs, nun, die Jungs kamen mit einer neuen Choreographie hinter ihnen her. Das heißt, die Choreographie an sich war nicht anders – immer noch der gleiche „Hinter-her-lauf-Schritt“ wie eh und je –, aber eben die Tatsache, dass sie jetzt aus dem großem Tor heraus kamen, ist neu.

 

Als die Jungs dann loslegten bebte die Bühne und Ciaran schien erst jetzt so richtig warm zu werden. Er gestikulierte wild und trieb seine Jungs zu Höchstleistungen an. Bravo, Ciaran, geniale Leistung!

 

Zu loben ist hier auch die neue Kameraführung. Während die eine Kamera auf die Jungs gerichtet ist, fängt die andere Ciarans Oberkörper in Großaufnahme ein und dann werden diese beiden Bilder übereinander geschnitten und auf die Leinwände übertragen. Man sieht also die Jungs steppen, steppen, steppen und währenddessen „frisst“ Ciaran sein Publikum auf und fegt durch die Gegend – Super, Jungs!

 

Als die Jungs sich die Lungen aus der Brust gesteppt hatten, denn da gab es einige, die ein wenig nach Luft gehechelt haben, was ihnen aber verziehen sei *g*, gab es natürlich kräftigen Applaus. Zu unserer Überraschung war das Publikum an allen 6 Tagen sehr gut drauf! Haben wir eingesessenen Fans sie aufgeweckt??? *g*. Ciaran verlangte jedoch mehr und war nicht bereit sofort von der Bühne zu verschwinden, doch schließlich zogen sich die Jungs von ihrem Schauplatz zurück und das Licht ging aus. Und dann kam sie.... Morrighan!

 

GYPSY: Sie stand mit dem Rücken zum Publikum und ließ sich bei den ersten Tönen der Musik langsam in den Spagat gleiten – und wer war es??? Eigentlich war das Rätsel schon gelöst, denn Morrighan hatte glattes Haar und das bedeutete: LEIGHANN MCKENNA! Also hatten wir richtig getippt!

 

Auch LeighAnn scheint ihren Posen ein wenig abgeschworen zu haben und mehr ans Tanzen zu denken, was nicht heißt, dass sie ihr Publikum weniger anmacht als früher. Nein, um Gottes Willen!! Sie setzt ihre Verführungskünste jetzt einfach ein wenig tänzerischer um.

 

Choreographie – jetzt anders. Aber wie gesagt, nach vier Monaten Showabstinenz unsererseits ist das ja auch kein Wunder. Mehr Sprünge, höhere Sprünge – teilweise scheint sie schon fast zu fliegen – und auch mehr technische Feinheiten als früher. Einige neue (oder veränderte) Posen gibt es natürlich auch, ebenso wie einige neue Schritte und diverse Richtungswechsel.

 

Das einzige, was nicht so ganz passt sind die glatten Haare. LeighAnn sieht einfach viel zu brav aus, wenn sie ihr Haar glatt trägt. Ich denke, dass es perfekt passen würde, wenn sie in der Truppe tanzt, aber als Morrighan braucht sie einfach Locken, damit sie so richtig biestig aussieht – das ist nur meine (und Pat´s und Ines´) Meinung. Vielleicht seht ihr das ja anders, wenn ihr sie mal mit glatten Haaren tanzen sehen konntet.

 

LeighAnn schien so richtig Spaß daran zu haben mit ihrem Publikum zu flirten, was sie auch wieder ausgiebig tat. Es macht wirklich Freude ihr dabei zuzusehen, wie sie wild über die Bühne fegt, als könnte sie nichts aufhalten und als könnte sie alles erreichen, was sie will. Sie scheint eine unerschöpfliche Kraft zu haben und immer noch irgendwo Reserven bereit zu halten. Einfach fantastisch, LeighAnn, mach weiter so!!!

 

Der Schluss war altbekannt – Spagat zum Publikum und Küsschen für die Zuschauer, ein kurzes Augenzwinkern und mit ein paar Drehungen verschwand sie im Dunklen.

 

Stille...Stille....Stille... Spots an... THERESA BOURKE beginnt zu spielen.... CORA SMYTH setzt ein.... dann wieder Theresa... und schließlich beide... und...

 

STRINGS OF FIRE beginnt – mit verstimmten Geigen. Aber wenn schon, dann richtig, müssen sich die beiden wohl gedacht haben. Witzigerweise klingt dieses Stück immer gut, egal wie schräg es sich am Anfang anhört.

 

Pünktlichst finden wir unseren Einsatz und sofort zieht das Publikum mit!!! Das habe ich noch nie erlebt, dass die Zuhörer/Zuschauer SOFORT mitgehen!

 

Die beiden hatten sichtlichen Spaß dabei und sowohl Cora als auch Theresa bedankten sich immer wieder mit mehr oder weniger lautem Geschrei beim Publikum – oder war das nur eine Aufforderung zum weiteren mitklatschen???

 

Beide Geigerinnen sprangen und hüpften fröhlich durch die Gegend – na gut, dann eben über die Bühne – und rissen die Leute immer mehr mit. Rund um uns herum waren die Leute jedenfalls gut drauf und ließen sich von unserer Begeisterung anstecken.

 

Wie immer waren wir nach Strings of Fire wieder einmal völlig ausgepowert, aber wen stört das schon, wenn doch gleich BREAKOUT beginnt....

 

Im Dunklen kamen die Mädchen auf die Bühne getappt mit unserer Amazing-Alice ganz vorne an der Spitze, ihrem Stammplatz. Sarah und Emma dahinter und auch die anderen Mädchen folgten. Verzeiht uns bitte, dass wir nicht so sehr auf die anderen achten konnten, aber diejenigen von euch, die Alice schon mal tanzen gesehen haben, können es sicherlich nachvollziehen. Wenn Alice auf der Bühne steht, muss man sich schon sehr anstrengen, um etwas anderes zu realisieren. Sie hat eine solche Ausstrahlung, dass jedes Auge ganz unweigerlich auf sie gerichtet ist – es geht gar nicht anders.

 

Als Bernie die Bühne betrat, wurde es dann wirklich anstrengend für uns: Wie soll man denn gleichzeitig auf Bernie, Sarah, Emma, Alice UND die restliche Truppe achten???

 

Bernie zeigte wundervolle Solo-Einlagen. Sie ist so anmutig wenn sie tanzt und dann anschließend ihren Mädchen zuschaut. Es ist einfach unbeschreiblich. Bernie tanzt, als gäbe es nichts einfacheres auf dieser Welt. Da können einem wirklich die Tränen aufsteigen. So viel Anmut, Eleganz, Talent, Perfektion, Schönheit und Freundlichkeit – und das alles in einer Person. Das ist einfach nicht zu glauben. Ganze 5 Monate ist es jetzt her, seit wir Bernie das letzte Mal haben tanzen sehen (Ende November in München) und sie scheint schon wieder besser geworden zu sein, so unglaublich das auch klingen mag.

 

Choreographie??? Nun, Bernies Choreographie ist so ziemlich die gleiche wie in München, aber die Arme der Mädchen haben sich verändert. Nein, die Arme sind immer noch so wie früher, aber die Armhaltung hat sich verändert. Bisher nahmen die Mädchen nach dem ersten Solo in einer einzigen schnellen Bewegung die Arme über den Kopf und sprangen gleichzeitig auf die Spitze, um von dort aus die Rocks zu beginnen („Rock“ ist die schaukelnde Bewegung der Fußgelenke, bei der man sich immer wieder fragt, wie die Mädels es schaffen, sich dabei nicht die Gelenke zu brechen – ich suche nach einem Bild). Doch jetzt nehmen die Mädels ihre Arme langsamer nach oben. Das sieht viel verträumter aus – schööööööön!!!

 

Schließlich kommt – wie sollte es auch anders sein – Morrighan LeighAnn hinzu. So, und wohin sollen wir jetzt noch schauen???

 

Wieder ziehen die Mädchen ihren Kreis um Saoirse – ein Stück, dass ich zu lieben gelernt habe. Es sieht wirklich so aus, als wollten sie die beiden „Streithennen“ trennen. Und Morrighan´s Gesicht (egal ob bei LeighAnn oder Kelly) sieht dabei immer so herrlich schön empört und doch gleichzeitig ungläubig aus!!!

 

LeighAnn behielt ihre Choreographie mit Bernie bei und umschlich sie (ähnlich wie bereits Gillian Norris) mit hinterhältig lauerndem Gesicht, während sich die Mädchen im Hintergrund zu einer Reihe formierten und sehr wütend dabei aussahen. Wie bereits seit einiger Zeit steppen nun die Mädels den zweiten Stepp, den früher Bernie und Gillian getanzt haben, während sich das Good und das Bad Girl angiften.

 

Schließlich verzog sich LeighAnn wieder an die rechte Seite und die Girls rissen sich die Klamotten vom Leib, was LeighAnn nur mit einem wütenden, empörten und regelrecht entsetzten Blick quittierte und hüftschwingend hinter dem Vorhang verschwand.

 

Die Mädels rasten ein paar Schritte nach vorne und begannen auf den Boden einzuhämmern. Von nun an ist die Choreographie der Mädels wieder die altbekannte, nur Bernie machte (wie alle anderen Leads eben auch) was sie gerade will und es kommt einfach fantastisch rüber, wenn sie nicht alle Passagen mittanzt, sondern ihren Mädels die Arbeit überlasst und stattdessen mit ihrer Gestik quer über die Bühne jagt.

 

Ich weiß ja nicht, wie es euch dabei geht, aber für mich ist Breakout eines der Highlights der Show. Die Mädels tauen dabei so richtig auf und es macht ihnen sichtlich Freude so richtig los zu donnern. Wenn dann das Publikum noch entsprechend gut drauf ist, wie es bei diesen Shows der Fall war, kann es schon mal passieren, dass der eine oder andere Hüftschwung als eindeutige Anmache an das Publikum zu deuten ist. Achtet doch mal auf die Augen der Mädchen – sie leuchten!!! Und das ist das Schönste – zu sehen, wie viel Freude sie dabei haben.

 

Die Besten bei dieser Breakout-Performance waren jedoch Emma und Sarah. Diese beiden waren an diesem Abend schon besonders gut drauf. Sie haben sich ständig angelacht und sich auch mal einige Worte zugerufen. Leider konnte man nicht verstehen, was sie gesagt haben. Dann haben sie wieder gelacht und nebenbei immer weiter getanzt. Es war einfach herrlich die beiden zu beobachten. Sie haben sich eindeutig „Poodle-wohl“ gefühlt!!! („Poodle-wohl“ obwohl sie die für Irish Dance typischen, weißen „Poodle-Socks“ bei Breakout gar nicht tragen -  ja, ich suche ein Bild *g*). Zeitweise sah es schon wirklich so aus, als würden die beiden ihren Kaffeeklatsch auf der Bühne abhalten...

 

So nach und nach haben die anderen Mädchen auch angefangen mit zu lachen und Sarah und Emma haben die ganze Zeit nicht mehr aufgehört. Wenn die eine der anderen einen kleinen (unvorbereiteten) Blick zugeworfen hatte, antwortete die andere mit einer in den Himmel gereckten Nase oder einem kurzen Schulterkreisen und das alles mit einem fröhlichen Lachen im Gesicht – herrlich, wunderbar, fantastisch – GO ON, GIRLS, YOU´RE ALL SO FANTASTIC!!!

 

Und schon kamen die WARLORDS (grinsend) mit Damien als Lord auf die Bühne, um sich kichernd mit den Mädchen zu unterhalten oder mit der einen oder anderen zu flirten. Einige der Jungs sind so brav und räumen sogar die Kleider ihrer Liebsten weg, mit denen diese vorher schon den Boden für ihre Jungs gewischt hatten.

 

Zu den Warlords kann man eigentlich gar nicht mehr viel sagen: Die Jungs waren natürlich genial wie immer und wir haben heute zum ersten Mal (abgesehen von COTC) unseren Siamsa-Shaun gesehen, auf den wir uns natürlich wieder besonders gefreut haben.

 

Damien trug wieder sein silbernes Hemd. Auf das scheinen die Jungs ja zu stehen. In letzter Zeit gibt es fast nur noch silberne Hemden. Bei Warlords, Hell´s Kitchen, Fiery Nights (logischerweise, wenn er es schon bei HK trug…*g*), Stolen Kiss und (gezwungener Weise) bei Nightmare, sowie anschließend beim Duel. Nur für Victory und Planet Ireland zieht er sich noch um, unser Lord. Na gut, in COTC gibt’s auch noch ein anderes Kostüm, aber das war´s dann auch schon. Sogar an den Klamotten muss gespart werden. Nichts für ungut, Jungs, aber was haltet ihr von neuen Hemden??? *g*

 

Damien´s Solos – wirklich beeindruckend. Schnell, sauber und aus Freude zum Tanz. Gab es wirklich einmal eine Zeit in der er schüchtern war und einfach nur stur seine Parts getanzt hat? Das scheint schon so ewig her zu sein und wenn man ihn heute so tanzen sieht, dann fällt es einem schwer zu glauben, dass er nicht schon seit einer Ewigkeit so tanzt wie heute. Wurde er mit Tanzschuhen an den Füßen geboren? Ich glaube schon. Ja, völlig ausgeschlossen, dass es nicht so gewesen ist. (Und als sein Vater bei seiner Geburt gefragt hatte: “Was ist es, eine Junge oder ein Mädchen?“, muss die Hebamme geantwortet haben: „Es ist ein Stepptänzer. Er trägt Steppschuhe an den Füssen“ *g*)

 

Eine fantastische Vorstellung auch von den anderen Jungs, deren Füße nicht nur bei diesem Stück wieder einmal Schwerstarbeit leisten mussten! KEEP ON DANCING, GUYS!!!

 

Plötzlich kam Pats Frage: “Warum hat Des eigentlich heute noch nicht getanzt?” und genau das gleich hatte ich gerade auch gedacht. Doch schon im gleichen Moment entdeckten wir ihn hinten links (er hatte sich hinter den anderen versteckt) und dann kam es gleichzeitig und wie aus der Pistole geschossen aus unseren Mündern: „Nehmen wir doch einfach den da hinten!“

 

Die Menschen im Publikum drehten total durch. Als die Jungs immer schneller und schneller wurden, begannen sie alle zu rufen und zu schreien und wir waren da keine Ausnahme. Bei einer solchen Leistung, wie wir sie gerade gesehen hatten, konnte man einfach nicht mehr ruhig auf den Plätzen bleiben – völlig unmöglich!!!

 

Bemerkenswert: Es gibt doch tatsächlich noch Menschen, die trotz dieses grandiosen Tempos immer noch reden können – Des Bailey und Damian Doherty hielten grinsend ein gemütliches Schwätzchen während sie nach vorne tanzten und ihre Arme hochrissen.

 

Schließlich die letzten Taps und mit einem letzten „BANG“ standen die Jungs schweratmend still. Das Publikum klatschte und schrie und johlte weiter und Damien stachelte sie mit seiner Gestik weiter an und wie Ciaran zuvor wollte er nicht sofort von der Bühne, sondern genoss erst einmal seinen wohlverdienten Applaus, bevor er seine Jungs mit seiner für ihn so typischen Armbewegung von der Bühne jagte. Gerade rechtzeitig, bevor....

 

ERIN, THE GODDESS die Bühne betrat. Diesmal ohne Mantel. Das „Geheimnis“ um ihr Haar ward gelüftet – das Geheimnis, nicht ihr Haar! Lang, glatt und schwarz (was hervorragend zu ihren dunklen Augen passt) und mit einem Haarteil versehen, das etwas in der Länge angepasst war. Nach der Show hat sich herausgestellt, dass sie etwas kürzer sind, aber hätte sie ihre echten Haare nicht an den Seiten festgesteckt, würde es kaum auffallen, dass sie nicht echt sind.

 

Und wieder beeindruckte uns Niamh mit ihrer wunderschönen, glockenklaren Stimme. Bisher mochte ich dieses Stück wegen seiner (eigentlich gar nicht vorhandenen) Melodie nicht so richtig, aber Niamh könnte es von mir aus den ganzen Tag singen und überhaupt bin ich der Ansicht, dass ein neues Video erscheinen sollte (und vielleicht eine CD mit den fehlenden Titeln oder mit Taps???) auf denen Niamh als Sängerin erscheint und mit dieser Meinung bin ich nicht allein. Zumindest Pat, Ines und unsere „Bodyguards“ haben dem ebenfalls zugestimmt – wer noch????

 

Auch dieses Stück trug sie mit einer edlen Anmut vor, die schon fast erschreckend war, weil es so wunderschön gewesen ist! Ihre Stimme ist wundervoll. JoeJoe (diejenige, die den Lord auf dem Poster identifiziert hat – Expertin für alles, was mit LOTD zusammenhängt) hat bereits verlauten lassen, dass sie Niamh im Jahr 2000 in Disneyland/Florida schon gehört hatte und dass sie eine fantastische, wunderbare Stimme hat und sie hat mit keinem Wort übertrieben. KEEP ON SINGING, NIAMH!!!

 

Schon stand Helen wieder auf der Bühne um mit ihrem Flötenspiel THE LORD OF THE DANCE einzuleiten.

 

Bei den letzten Tönen kam Bernie (mit langen Locken) aus dem rechten hinteren  und LeighAnn (mit schulterlangen glatten Haaren) aus dem linken hinteren Eingang und beide lehnten sich lässig, auf ihren großen Auftritt wartend, an die Bühnenkonstruktion. Erst schauten sie sich biestig an – wie es sich eben auch gehört – doch dann grinsten sie ein wenig (LeighAnn ein bisschen mehr), nur um sich gleich darauf wieder böse anzugiften – herrlich, diese beiden!!!

 

Bezüglich der Choreographie kann man sagen, dass es im großen und ganzen die gleiche neue/alte Choreographie war, die wir bereits in München gesehen hatten. Das ist allerdings nicht mehr dieselbe wie auf den Videos. Es gibt eine kleine Änderung gleich am Anfang, als die Mädchen die Seiten wechseln.

 

Auch während des Duetts gifteten sich die beiden so sehr an, dass, wenn sie sich nicht bei der berühmt-berüchtigten Drehung wieder zugezwinkert hätten, man schon fast hätte meinen können, die beiden könnten sich wirklich nicht ausstehen. Mag mich mal jemand darüber aufklären, was das zu bedeuten hat? Damit meine ich, es kann ja wohl nicht sein, dass dies so zum Stück gehört, da nämlich Zuzwinkern eine freundschaftliche Geste ist und Morrighan und Saoirse sich ja laut Drehbuch nicht mögen. Das ist doch völlig unmöglich, oder???

 

Die Jungs kamen hinzu und nachdem sie mit den Mädchen verschwunden waren, stürmte Damien für sein Solo wieder auf die Bühne.

 

Was soll ich noch sagen – Damien fegte fröhlich lachend über „die Bretter die die Welt bedeuten“ und heizte dem Publikum wieder einmal kräftig ein. Dieser Kerl ist einfach fantastisch und wie für diese Rolle gemacht – oder die Rolle für ihn? Das ist nun wieder Ansichtssache!

 

Jedenfalls begeisterte er uns wieder restlos mit seinem Solo. Feet of Flames? Ja, ich kann es nur immer wieder sagen: Dieser Titel kam nicht von ungefähr. In dieser Woche konnte man bei diversen Solos verschiedenster Tänzer denken, dass gleich der Rauch aufsteigen würde...

 

Auf jeden Fall trug Damien wieder das gewohnte rote Hemd. Also nicht das aus Paris, sondern das andere, das einfache ohne großartigen Schmuck und Verzierungen.

 

Schließlich kam dann – wie immer – die ganze Truppe auf die Bühne gestürmt und da blieb nur noch ein Satz zu sagen, den Pat und ich im Tanzunterricht oft hören: „Das ist der Rhythmus, mit dem ich mit muss!“

 

Und wieder kamen sie alle lachend, fröhlich und voller Liebe zum Tanz auf die Bühne. Es mag komisch klingen und es mag andere Meinungen geben, aber für Ines, Pat und mich ist eines der schönsten Dinge an der Show, wenn man an den Gesichtern der Tänzer erkennen kann, wie viel Spaß es ihnen macht, wenn sie merken, dass ihr Funke auf die Zuschauer übergesprungen ist und die Menschen im Publikum eine wahnsinnige Freude daran haben. Dabei wollen wir mit unserer Begeisterung nur das zurückgeben, was sie uns geben, wenn sie tanzen.

 

Die nun folgende Pause war wirklich dringend notwendig. Zum Erholen und für die Zusammenfassung für den Showbericht. Hätten wir uns nicht sofort alles aufgeschrieben, ich glaube spätestens nach der letzten Show hätten wir nicht mehr gewusst, was in der ersten Show alles passiert war, so viele neue Eindrücke und schöne Erinnerungen waren uns in diesen paar Tagen geschenkt worden.

 

Doch schließlich ging es wieder weiter: DANGEROUS GAME. Helen kam auf die Bühne und zeigte erst eine kleine Sequenz, die etwas überarbeitet wurde, aber sonst wie früher war – glaube ich zumindest. Jedenfalls kannten wir es schon so in etwa von Sarah Sullivan aus Paris, auch wenn uns unsere Helen viel besser gefällt. An sie kommt so schnell kein anderer Spirit heran!

 

Kaum hatte Helen ihr Flötenspiel beendet, kamen auch schon die beiden „bösen Buben“ in Gestalt von Ciaran (na, wer hätte das gedacht! *g*) und Ger auf die Bühne und klauten der Kleinen ihre Flöte. Richtig böse sind sie geworden. Noch schrecklich schöner, als sie es das letzte Mal noch waren. Von Ciaran ist man das ja schon gewohnt, aber auch Ger hat seine Sache richtig schlecht gemacht (zu deutsch: Die schlechte Sache hat er richtig gut gemacht). Restlose Begeisterung und Kompliment an die beiden: Ihr seid wirklich böse, Jungs!

 

Lange dauerte es natürlich nicht bis sich die beiden auch noch Verstärkung holten – als ob zwei so große Kerle gegen so ein kleines Geistchen nicht schon unfair genug wäre. Und als Warriors kamen unter anderem auf die Bühne: Siamsa-Shaun, Sean McNicolas, Damian Doherty, Chris Hannon und Kevin Sherry. Einer fehlt noch – aber wer??? Möglicherweise Denis McAuley oder Paul O´Brien, aber ich bin mir nicht mehr sicher. Sieben müssten es sein – mit Ciaran also acht.

 

Und auch hier – neue Choreographie. Und wie sie die geändert haben. Die Jungs kommen nicht mehr „sortiert“ auf die Bühne, nein, sie stürmen aus allen Löchern (also Eingängen) erst mal wild über die Bretter. Besonders bemerkenswert ist dabei Kevin. Er rast sehr knapp am vorderen Bühnenrand entlang, gestikuliert wild, schaut furchtbar böse und scheint dabei das Publikum verschlingen zu wollen. Aber auch die anderen legen sich kräftig ins Zeug. Teilweise prügeln sie sich schon gegenseitig, dass heißt sie schlagen sich im Vorbeilaufen mal so eben kurz auf die Schultern, Bäuche, Köpfe oder was sie gerade erwischen...

 

...und währenddessen leidet Helen mit ihrer zerbrochenen Flöte in der Mitte, bis sich plötzlich alle anwesenden Jungs in so einer Art Kreis formieren und sich wie auf Kommando in Richtung Mitte auf Helen stürzen, sie schließlich packen und nach vorne schleudern. Wie schon so manches Mal wäre Helen dabei fast von der Bühne gestürzt, was aber nicht so schlimm gewesen wäre. Denn, so nahe wie die Leute hier in Frankfurt in der Alten Oper vor der Bühne saßen, wäre sie auf dem Schoß der Zuschauer in der ersten Reihe gelandet und die hätten sie bestimmt aufgefangen und Helen wäre weich gelandet.

 

Nachdem Helen zu flüchten versucht hatte (was natürlich von den Bad Guys verhindert wurde) ging es schließlich wieder mit dem bekannten Kreis weiter, der sich dann pünktlich zur Ankunft des Lords öffnete, so dass die Warrios eine Reihe bildete und Ciaran vor ihnen tanzte. Damien raste auf die Bühne und stieß den auf ihn zustürmenden Ciaran mit so viel Schwung von sich weg, dass er gleich gegen seine Leute krachte und dabei beinahe gestürzte wäre. Chris fing ihn gerade noch auf und half Ciaran auf den Füßen zu bleiben, stieß ihn jedoch gleich wieder zu Damien zurück.

 

Mit dem Lord kamen natürlich auch die Warlords wieder. Unter ihnen waren auf jeden Fall Nick Fallon, Des Bailey, Michael Edwards, Brendan McCarron, Tom Cunningham und ich glaube Mark Mulholland, aber wer noch? Tja, man muss sich erst wieder daran gewöhnen, sich so viele Namen und Gesichter zu merken... *g*

 

Und dann begann die große Schlägerei. Während sich die Jungs im Hintergrund ein wenig prügelten, lief Damian Doherty mit gesenktem Kopf auf Nicky Fallon zu, packte ihn, hob ihn einfach auf die Schulter und trug ihn quer über die halbe Bühne!!!! Nicky hing wie ein Mehlsack über Damians Schulter und zappelte ein wenig mit Armen und Beinen. Als er schließlich wieder hinunter durfte, schien ihm der Bauch ein wenig weh zu tun und er atmete erst ein paar Mal tief durch, doch schon ging es weiter.

 

Parallel dazu kamen auch schon die Mädels für HELL`S KITCHEN mit ihren Fackeln bzw. ihren „Spazierstöcken“, mit denen sie immer schön im Takt auf den Boden klopften – ob die Jungs das als Unterstützung brauchen, um nicht aus dem Rhythmus zu kommen??? *g* Ciara Scott, Emma und Dawn Tiernan durften jedenfalls ihre Fackeln halten, während sich Ann Walsh um den Takt kümmerte. Natürlich waren es noch mehr, aber die anderen hatten sich alle hinter irgendwelchen Warlords oder Warriors versteckt.

 

Die Jungs legten los und steppten ihre ersten Schritte - alle außer Nicky und Ger. Die beiden durften sich die Hände schmutzig machen und auf den Boden einschlagen, wobei Nicky sehr interessiert in der Gegend herumsah.

 

Von diesem Stück bin ich immer wieder begeistert und zwar aus mehreren Gründen. Zum einen ist das Licht einfach perfekt auf die Stimmung abgestimmt und auch die „Musik“ passt perfekt zur Dramatik der Szene. Der Rhythmus der Stepps geht einfach ins Blut und es sieht genial aus, wenn die Jungs sich gegenseitig angreifen und eben diese (teilweise kurzfristig frei improvisierten) Angriffsszenen sind es, die die ganze Szene von der Steifheit des irischen Tanzes befreien und alles so herrlich dramatisch aussehen lassen.

 

Besonders Michael Edwards und Ciaran tauchten heute sehr in ihre Rollen ein und forderten ihre Gegner so richtig heraus – nicht nur per Fußtechnik, sondern auch mit Mimik und Gestik! Fantastisch!!! Weiter so, Jungs!!!

 

Ciaran und Damien prügelten sich so richtig schön während ihrer Soloeinlagen – wirklich stark!!! Da flogen nicht nur die Füße, sondern auch die Fäuste! Eine einfach fabelhaft umgesetzte Szene!!!

 

Doch dann rasten die gegnerischen Parteien wieder aufeinander zu und blieben plötzlich wie erstarrt vor einander stehen. Schließlich schob sich Helen durch die erstarrten Parteien und dann sah man eine der süßesten Gesten der ganzen Show. Tom legte kurz seine Hand auf Helens Rücken. Es war nur eine kleine Geste, aber WIE er sie berührt hat, das war das Süße dabei gewesen. Ganz sanft hat er sie einen Schritt vorwärts geschoben und im selben Moment wurde sein grimmiges Gesicht ganz weich und er selbst ging einen Schritt zurück, um seiner Helen den Weg frei zu machen. Wirklich niedlich diese kleinen Dinge „zwischen“ der Show.

 

Helen schob sich durch die Kämpfhähne hindurch und trennte die sich gegenseitig angiftenden Lords (Damien hat es endlich, endlich geschafft dabei ernst zu bleiben – mal sehen, ob Des Bailey es auch schon kann *g*), wobei Ciaran nicht so einfach aufgeben und sich vertreiben lassen wollte und Damien etwas mehr nachhelfen musste... 

 

Der Little Spirit zeigte Lord Damien ihre zerbrochene Flöte und Damien sah mit leidendem Blick erst die Flöte, dann Helen und schließlich wieder die Flöte an, nahm diese entgegen und zauberte sie (unter der Anfeuerung eines johlenden Publikums) wieder heil. Das Publikum dankte es ihm mit noch mehr Beifall und Helen mit einem zutiefst dankbaren Blick.

 

Und schon kam Morrighan LeighAnn für FIERY NIGHTS auf die Bühne und während sich Helen mit glücklichem Gesicht davon stahl, machte Morrighan schon mal Anstalten den Lord zu verführen und auch dem Publikum machte sie mit ihrer Mimik schon einmal unmissverständlich klar, dass sie ihn auch bekommen würde. Damien wurde jedoch von Bernie abgeholt. Sie trug schon ihr weißes Kleid für Stolen Kiss und so ganz am Rande wurde uns bewusst, dass es schon wieder ein Neues war.... doch dazu später mehr.

 

LeighAnn tanzte ihr Solo. Ich glaube es war - wie Gypsy auch - nicht ganz neu, aber stark überarbeitet und wieder einmal konnte man vor Bewunderung nur noch mit dem Kopf schütteln. So viel Talent, Technik und Ausstrahlung... wow!!!

 

Das einzige womit wir uns immer noch nicht so recht anfreunden konnten, waren die glatten Haare. LeighAnn sieht damit einfach viel zu lieb aus, aber genau das ist ja das Problem! Sie soll ja schließlich nicht lieb aussehen, sondern biestig. Das mag jetzt zwar ein Klischee sein, aber um biestig auszusehen, bedarf es einfach schwarzer Locken (Schneewittchen hatte schließlich auch glatte schwarze Haare und sie war das „Good Girl“, oder??? Ich weiß, der Vergleich ist etwas weit hergeholt...).

 

Doch dann wurde es Zeit. Ciaran kam als erster auf die Bühne und wisst ihr, was uns bei Ciarans Fiery Nights besonders gut gefällt?? Nein, woher denn auch... Immer wenn Ciaran auf die Bühne kommt, wartet er kurz, als hätte er nicht damit gerechnet, dass Morrighan vor ihm tanzt und dann geht er langsam - fast zögerlich – auf sie zu, wobei er den Eindruck macht, als wüsste er genau, was er wolle... Fantastisch, wirklich fantastisch!!!!

 

Die Pärchen kamen dann schließlich auch hinzu. Die Mädels haben wie gewohnt den weiteren Weg. Diejenigen die links tanzen kommen von rechts und anders herum. Die Jungs kommen gleich von der Seite auf der sie tanzen und dürfen stattdessen die Mädels bewundern und dabei tanzen... äh... flirten und lächeln...

 

Ciaran und LeighAnn – ein Traumpaar!!! Ciarans Blicke sind so richtig... so richtig... na, eben genau richtig!!!! Er kam mit diesem... richtigen... Blick auf LeighAnn zu und sie machte ihn erst einmal kräftig an (gehört sich auch so für eine Morrighan, oder??). Verführerische Blicke von LeighAnn, verführerische Blicke von Ciaran und schließlich ein koketter Hüftschwung von LeighAnn in Richtung Zuschauer (so nach dem Motto: "Seht her. Ich habe ihn doch bekommen!“). Nein, keine Sorge, kein koketter Hüftschwung von Ciaran! *g*.

 

Er tanzte einmal um LeighAnn herum und dann nahm sie ein, zwei Schritte Anlauf und sprang Ciaran an! Sie klammerte sich mit den Beinen um seine Taille, während sie ihre Hände hinter seinem Kopf verschränkte. Schließlich glitt sie langsam an ihm herunter und fuhr ihm mit der Hand über das Gesicht. Das ganze kann man sich in etwa so vorstellen, wie in „Stolen Kiss - Cleopatras Spell“ in der Budapest-Show der Feet of Flames Tour 2000.

 

Schließlich tanzten die beiden nach hinten in die Mitte der Bühne und wieder sprang LeighAnn Ciaran entgegen, der sie im Kreis um sich herumschleuderte – eine Sequenz, die ich einfach nur genial finde! Inzwischen haben sich Tom und Kelly diese Eigenheit auch angewohnt, aber bei Ciaran und LeighAnn sieht es einfach immer noch am Besten aus – auch mit glatten Haaren! Tut mir wirklich leid, wenn ich immer wieder auf LeighAnn´s glatten Haaren herumreiten muss, aber es geht einfach nicht anders.

 

Kaum wieder auf der Bühne abgesetzt, flirtete LeighAnn noch mal kurz mit ihrem Dark Lord und schon verschwanden die beiden von der Bühne.

 

Endlich hat man Zeit auf die anderen Pärchen zu achten. Vorne links tanzte Kelly Hendry mit Mark Mulholland, dahinter waren Ciara Scott und Des Bailey, rechts vorne die beiden McCarrons – Stephanie und Brendan - und hinten rechts Katie Martin mit Michael Edwards.

 

Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass die Mädchen verschiedene Kostüme tragen? Auf den ersten Blick sehen sie zwar alle gleich aus, doch das sind sie aber nicht!! Zugegeben, der Unterschied ist wirklich mehr als minimal und auch noch durch die langen Haare verdeckt. Achtet doch mal auf die Rückenteile der Kleider. Manche haben ein Kreuz – andere nicht. In dieser Show hatten beispielsweise Ciara und Katie ein Kleid mit Kreuz, Stefanie und Kelly nicht. Mit der Aufteilung bin ich mir allerdings nicht mehr ganz so sicher, es kann auch anders herum gewesen sein, aber ich glaube, so müsste es stimmen.

 

Fiery Nights ist immer wieder sehr interessant – wirklich!! Besonders mit Michael ist es spannend. Bisher hat er jedes Mal irgend etwas anders als die anderen gemacht. Mal hat er die Mädchen fast verloren, mal ist er in die falsche Richtung gelaufen. Michael hat sich immer wieder was neues einfallen lassen. Aber heute war gar nichts – Top Leistung, Michael. Also jedenfalls ist uns nichts aufgefallen! Spitze!!! Katie tanzte auch wirklich gut und zwar ganz anders, als die anderen Mädchen. Sie hatte einen etwas distanzierteren Gesichtsausdruck, was sie irgendwie unnahbar machte, doch es passte sehr gut dazu und es sah einfach fantastisch aus!

 

Interessant waren auch die beiden McCarrons vorne rechts. Die beiden schmusten sich gegenseitig so nieder, dass sich bei uns gleich die Frage stellte, ob sich da wohl was zwischen den beiden anbahnen würde. Sollte sich nun jemand von euch ebenfalls diese Fragen stellen, können wir sie jedoch mit einem klarem „Nein“ beantworten. Brendan kam nach jeder Show mit seiner Ciara raus.

 

Ebenso interessant war diesmal auch, dass sowohl Kelly und Des, als auch Brendan und Ciara getrennt aufgetreten sind, obwohl sie jeweils beide tanzten – gemein, so was!!! Für die Tänzer gemein, für uns lustig. Mark strich Kelly bei der Schlussszene mit der Hand über das Gesicht – und Des hatte es gesehen. Ergebnis: Die beiden kassierten einen wütenden Blick von Des! Aber Kelly wäre wohl nicht Kelly, wenn sie sich dadurch hätte stören lassen und so „flirtete“ sie munter mit Mark weiter.

 

Als die Pärchen zu Boden gesunken waren, spielten Cora und Theresa weiter und ihre Melodie ging in THE LAMENT über.

 

Einmal mehr hörten wir diese geliebte Melodie – traurig und melancholisch und wunder- wunder- wunderschön.

 

Langsam verschwanden die Pärchen. Erst Michael mit Katie, dann Kelly und Mark. Es folgten Des und Ciara und schließlich gingen auch Stephanie und Brendan.

 

Es ist herrlich mit anzusehen, wie sich Cora und Theresa anblicken und wissen, wie sehr sie ihr Publikum damit verzaubern – einfach herrlich schön. Ich könnte den beiden ewig zuhören.

 

Interessant ist auch, wie sie sich gegenseitig verständigen. Hauptsächlich mit Blicken, aber auch mit kleinen Gesten und – natürlich nicht bei Lament, aber bei Fire Stings – auch mal mit Fußtritten in die Luft.

 

Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber Pat und mir wurde auch schon gesagt, dass wir während des Tanzes miteinander kommunizieren, doch uns selbst ist das nie aufgefallen. Erst als wir darauf geachtet haben, haben wir es gemerkt. Und das Schöne dabei ist, dass unser Publikum genau das gleiche darüber denkt, wie wir bei der Show. Eben diese Kommunikation macht das Ganz sehr viel lebhafter, als wenn man einfach nur sein Programm runterspult.

 

Aber wieder zurück zu unseren Geigen. Bei Lament riss keine Seite (gut, da ist die Gefahr auch nicht sooooo groß... *g*).

 

Aber schließlich ging auch Lament zu Ende und die Aufregung stieg wieder an. Das Licht ging aus, die ersten Tänzer kamen hereingelaufen, die nächsten hinterher, die Musik setzte ein, das Licht ging langsam wieder an, die Mädchen knieten gerade in der Mitte im Kreis, die Jungs im Kreis außen herum und ... SIAMSA hatte begonnen!!!

 

Zeit für den ersten Siamsa-Schrei – und diesmal nicht von Shaun, sondern von uns. Schließlich wusste unser Siamsa-Shaun ja gar nicht, dass wir da waren, um wieder unser Frage-Antwort-Spiel zu spielen.

 

Die Antwort kam prompt – allerdings wieder nicht von Shaun, sondern von Alice!!! Damit hatten wir nicht gerechnet. Darauf mussten wir doch antworten! Etwas spät – aber besser als gar nicht – antwortete dann auch unser Siamsa-Shaun. Ob er wohl etwas irritiert gewesen ist, weil das Publikum schon vor den Tänzern rief???

 

Kurz darauf hatte er uns auch schon entdeckt, was bei den Scheinwerfern wohl gar nicht so einfach war. Die Leads, besonders die Lords , waren an diesen Tagen stockblind, so stark wurden sie geblendet. Wenn sie die ersten drei Reihen im Publikum sehen konnten, dann war das schon viel. Jedenfalls grinste unser Shaun wieder bis über beide Ohren.

 

Endlich war es uns so richtig klar geworden: Wir waren wieder zu Hause. Zu Hause bei der Show, die wir so lieben. Zusammen mit den Tänzern, die wir so lieben und die wiederum die Tänze zu der Musik lieben, die wir alle so lieben. Endlich zu Hause. Endlich wieder zu Hause.

 

Die Truppe tanzte und wieder einmal waren wir davon beeindruckt, wie etwas so präzise synchron und doch so ungleich sein kann – wirklich eine Kunst für sich! Außerdem scheint Siamsa der einzige Tanz der ganzen Show zu sein, bei dem sich die Choreographie nicht ändert. Faszinierend, wirklich faszinierend!!!

 

Wer dabei war? Tja, also sich alle Tänzer zu merken, wäre doch wohl wirklich zuviel verlangt, oder??? Aber ein paar haben wir doch noch zusammen bekommen. Und zwar Siamsa-Shaun Bolye und Amazing-Alice Reddin (wie bereits erwähnt), Emma Holtham, Kevin Sherry, Sarah Clark, Ciara Scott, Dawn Tiernan, Nicky Fallon, Louise Hayden, Ann Walsh, Fiona McCafferty, Martina Stewart, Angela O´Connor, Lynn Henderson und Chris Hannon. Möglicherweise waren es Thomas Martin, Damian Doherty und/oder Brendan McCarron, die auch noch dabei waren. Es ist einfach schon wieder zu lange her und trotz einer stichwortartigen Kurzzusammenfassung gleich nach der Performance, muss man doch immer wieder über die jeweilige Show nachdenken, um sie nicht mit den anderen 5 durcheinander zu bringen. Keinesfalls waren mit von der Partie: Michael Edwards, Ciaran Devlin, Tom Cunningham, Kelly Hendry und schon gar nicht Des Bailey.

 

Hat jemand von euch jemals Des, Damien oder Bernie in Siamsa tanzen sehen? Gut, Des und Damien haben in den Videos getanzt, aber live haben wir sie noch nie tanzen gesehen (Siamsa tanzen, versteht sich! *g*). Kelly, LeighAnn, Sarah, Ciara und Emma tanzen regelmäßig mit. Michael haben wir in München gesehen und Ciaran und Tom haben sich in Paris die Ehre gegeben – aber Damien, Des und Bernie scheinen nicht mehr viel von Siamsa zu halten.

 

Trotzdem ging unser Spiel wieder weiter: Shaun, wir, Alice, wir, lachende Gesichter in der ganzen Truppe, Shaun, wir, Truppe, Alice, Kevin, wir, Alice, wir, Shaun.... ich weiß nicht mehr, wer wann wie viel geschrieen hat, aber lustig war es auf alle Fälle!!

 

Besonders Nicky und Chris schienen dabei still (still? – wie geht das denn???) ihre Freude (und die der anderen) zu genießen. Die beiden grinsten um die Wette und grinsten und grinsten und grinsten....

 

Über die Gesichter von Emma, Anne und Shaun zog sich jedes Mal ein breites Grinsen, wenn sie wieder hörten, wie wir antworteten. Shaun, Alice und Kevin sind zu unseren „Hauptschreiern“ geworden und werden dabei vor allem von Sarah kräftig unterstützt...

 

Bei sämtlichen Hebefiguren müssen sich die Jungs so sehr konzentrieren, dass sie keine Zeit zum Schreien haben - 1. Wenn die Jungs in der V-Formation stehen und die Mädchen hochheben, während diese ihre „Beinverknotung“ praktizieren (das sind die sogenannte „Up´s“ – ja, ich hab schon ein Bild gefunden *g*) und 2. im großen Kreis, wenn die Jungs die Mädchen heben und die Mädels die Beine und die Köpfe nach hinten biegen. Bei den Mädels jedoch merkte man nichts von angespannter Konzentration. Sarah, Alice und Co. hatten noch genug Luft in den Lungen, um kräftig zu kreischen, während die Jungs sie hochhoben.

 

Anschließend kam gleich wieder eine „Brüll-Szene“ für die Jungs. Nämlich dann, als die Tänzer paarweise von hinten rechts und vorne links aufeinander zu skipten. „Skips“ sind eine Art Nachstellschritt, die irgendwie an eine Mischung aus Laufen und Kindergehopse erinnert - ein Grundschritt im Irish Dance und absolut „Überlebensnotwendig“. (Davon gibt es leider kein Bild. Man bräuchte schon eine Bilderreihe, um den Bewegungsablauf zu demonstrieren. Seht euch am Besten Siamsa dazu an.) An dieser Stelle ein Kompliment an unsere Stefanie, die nach einer der Shows innerhalb von einer Stunde sämtliche Grundschritte gelernt hatte!!!!

 

Fragt doch mal eure Bekannten, die die Show noch nicht kennen, welcher Tanz ihnen am wenigsten gefällt. Ich habe eigentlich immer die gleich Antwort gehört: "Der, wo die Tänzer in den bunten Kostümen tanzen. Der Tanz ist langweilig!" Das muss man sich mal vorstellen!! Es kann also gut sein, dass ihr anders darüber denkt, aber für uns ist Siamsa jedes Mal wieder einer der absoluten Höhepunkte der Show und alles andere als langweilig!

 

Aber leider war auch Siamsa nach so etwa 4 ½ Minuten wieder viel zu schnell vorbei und die Tänzer kamen mit den letzten Schritten auf die Zuschauer zu. Die Jungs gingen in die Knie bzw. stellten sich dazwischen, während die Mädels es sich auf den Rücken der Jungs bzw. auf dem Boden bequem machten und immer noch lachten, obwohl sie völlig außer Puste waren. Weswegen wohl? Wegen dem Tanzen oder wegen dem ganzen Lachen und Kreischen dazwischen??? *g*

 

Wieder kam Niamh als Erin auf die Bühne und diesmal sang sie das von uns so geliebte CARRICKFERGUS.

 

Dieses Lied ist einfach wunderschön – egal wer es singt. Aber wenn Niamh es vorträgt, dann ist es wohl eines der schönsten Lieder auf dieser Welt! Und Niamh´s Ausstrahlung trägt ihren Teil dazu bei!

 

Das bekannte weiße Kleid steht ihr wirklich ausgezeichnet. Es passt fantastisch – ja ich weiß... schon wieder... – zu ihrem dunklem Haar und ihren dunklen Augen.

 

Habt ihr schon mal auf die Schuhe geachtet? Zu dem grünen Kleid gehören schwarze Schuhe mit hoher Sohle, die irgendwie an elegante Plateau-Schuhe erinnern und zu dem weißen Kleid gehören weiße Schuhe mit hohen Absätzen. Nur so am Rande bemerkt.

 

Sie begann zu singen und wieder einmal – wie immer, wenn Niamh die Stimme erhebt – lief uns ein Schauer über den Rücken. Wer diese Stimme einmal gehört hat, kann sie so schnell nicht wieder vergessen – jedenfalls geht es uns so.

 

Wieder trug sie ihren Song mit solch einer Überzeugung vor, dass jeder einzelne Zuhörer/-in das Gefühl haben musste, dass sie dieses Lied nur für ihn/sie sang. Und ebenso wie bei den anderen Stücken, erzählte allein ihre Mimik, Gestik und ihre Erscheinung die Handlung des Liedes. Und obwohl ihre Stimme bei den ersten beiden Stücken eher tief klang, hatte sie auch jetzt bei den höheren Passagen nicht die kleinsten Schwierigkeiten.

 

Ach, noch etwas: Sie singt einen anderen Text als Siobhan und Anne. Die beiden anderen singen im Refrain: „But the sea is wide and I cannot SWIM over“, in Niamh´s Version heißt es: “But the sea is wide and I cannot CROSS over”. Gut, die Änderung ist nicht wirklich gravierend, aber doch immerhin bemerkenswert, oder? Und für alle Zweifler der endgültige Beweis, das die Lieder LIVE gesungen werden. Außerdem wurde aus: “I wish I was in the land of Eire” schon bei Siobhans Gesang „I wish I was in the land of Erin“, was auch von Niamh übernommen wurde. Wenn mich nicht alles täuscht, steht auch der neue Text so im Programmheft.

 

Mit dem letzten ausklingenden Ton verdunkelte sich die Bühne...

 

...und als die Scheinwerfer wieder angingen stand Bernie auf der Bühne – The Dancing Queen. Und wie sie tanzte!

 

In STOLEN KISS schwebte Bernie über die Bühne. Immer wieder muss ich mir dabei eine Frage stellen: Wie macht es diese Frau nur, jedes Mal so zu verzaubern, dass man alles andere vergisst, sobald sie zu tanzen beginnt?

 

Bernie scheint die Eleganz erfunden zu haben – ohne jede Übertreibung!

 

Bernie hat ihr Solo wieder verändert. Ebenso wie im Celtic-Dream-Solo sind auch hier mehr Sprünge, höhere Sprünge und viel, viel mehr Fußtechnik vorhanden. Auch die Gestik ist im Laufe der Zeit immer beeindruckender geworden. Raumgreifende Bewegungen, ausdrucksstarke Mimik und großartige Gestik – es ist einfach ein Traum, ihr zuzusehen.

 

Ich kann einfach nicht mehr über Bernie schreiben, man muss es einfach selbst gesehen haben. Jede Beschreibung würde dem Erlebten nicht gerecht werden.

 

Doch eines gibt es noch. Ihr Kostüm. Bernie trägt ein neues Kleid. Es ist weiß (wie sollte es auch anders sein), und hat KEIN silbernes Unterkleid mehr (siehe Sarahs Kleid in Paris), sondern ein weißes Unterkleid unter weißer Stickerei, wobei ich glaube, dass die Stickerei auf das Kleid gestickt ist und nicht darüber liegt, so wie es bei Emmas Celtic-Dream-Kostüm zu sein scheint. Der untere Saum ist eingeschlagen und mit einem dicken weißen Band eingenäht. Es steht ihr wirklich gut – aber welches Kostüm steht seiner Trägerin/seinem Träger nicht???

 

Noch während Bernie tanzte, kamen ihre Mädchen dazu: Sarah, Angela, Kelly, Ciara, Ann und Dwan (jetzt fehlen uns schon wieder zwei Mädels – langsam wird´s peinlich....). Die Mädels tanzten um Bernie herum und schienen ebenfalls zu schweben, oder lag es nur daran, dass die Bühne so nahe war, dass man meinte, alles wäre höher als früher? Nein, ich glaube nicht. Unsere 38 Lieblingstänzer werden einfach immer besser.

 

Doch dann kam schon Damien mit verliebtem Gesicht zu Bernie und die beiden tanzten zusammen. Wenn es ein Tanzpaar gibt (abgesehen von Alice und Michael – unserem Traumpaar), das wirklich tausendprozentig harmoniert, dann sind es Bernadette und Damien.

 

Bernie wusste, was sie wollte – Damien. Das wurde heute auch deutlich sichtbar! Bernie umschlich Damien wie eine Katze, sie spielte ein wenig mit ihm und das alles während Damien verliebt um sie herumtanzte und ihr immer wieder den Weg wies. Und seine Blicke... was war heute nur mit den Jungs los? Erst Ciaran in Fiery Nights und jetzt sah Damien sooooo verliebt aus...

 

Von der schauspielerischen Leistung her hat Damien durchaus zu Michaels Leistungen in Paris aufgeschlossen. Oder musste Damien gar nicht erst schauspielern...?

 

Bernie und Damien zeigten ein Duett, das uns den Atem raubte... mir fehlen schon wieder die Worte....

 

Doch dann kam LeighAnn. Sie tanzte (soweit wir es sehen konnten) die gleiche Choreographie, wie man sie von ihr kannte. Sie schob sich einfach an Bernie vorbei und trennte die beiden Turteltäubchen voneinander. Während Bernie in ihrer Ecke stand (es ist immer noch die hintere rechte Ecke) und eifersüchtige Blicke zu den beiden hinüber warf, machte sich LeighAnn an Damien ran. Besonders beeindruckend war dabei, als LeighAnn auf der Spitze stand und Damien sie weit... noch weiter.... und noch weiter nach hinten beugte. Es sah fast so aus, als wäre LeighAnn´s Rücken so weich wie Gummi.

 

Auch das Hardshoe-Duett war wirklich fantastisch. Ich bin immer wieder davon begeistert. Man könnte fast neidisch werden, wenn man so viel Talent auf einer einzigen Bühne sieht. Wer möchte das nicht können.....

 

Doch dann kam Bernie wieder zurück und während LeighAnn und Damien sich noch drehten, schob sich diesmal sie zwischen die beiden und sah Damien mit leidenden Gesicht an. LeighAnn ging mit abwertenden Blick zur Seite und schüttelte den Kopf. Bernie drehte sich in Damien´s Armen und die beiden versanken in einem innigen Kuss (der irgendwie gar nicht gekünstelt aussah.)

 

Doch schon wurde aus dem sanften Licht eine dunkle Hölle – die Bässe der Musik setzten ein und Damien zeigte seiner Bernie gerade noch rechtzeitig den Ausweg aus diesem Inferno. LeighAnn sprang wie ein Teufelchen umher, um NIGHTMARE einzuleiten und verriet den Lord an seinen Gegner. Ciaran stand schon hinter seinem Tor und wartete darauf, dass seine Männer den armen Damien gefangen nahmen.

 

Fragt mich bitte nicht, was sich NICHT geändert hat. Das heißt, eines hat sich nicht geändert: Der Lord wird immer noch gefangen genommen. Aber sonst? Kein Vergleich mehr zu früher.

 

Die Jungs kamen wie wild auf die Bühne gestürmt. Von Formation kann keine Rede mehr sein. Sie stürmten wild durcheinander laufend über die Bühne, während zwei der bösen Buben (Sean und Chris??? – Sorry, ich weiß es nicht mehr. Meine Aufzeichnungen lassen Zweifel bestehen!) Damien gefangen nahmen. Dabei wird vor allem mit den Armen sehr, sehr, sehr viel mehr gearbeitet als noch in Paris. Auch die einfache nur ausdrucks- und gefühllose Mimik von früher hat sich geändert. Jetzt sehen die Jungs wirklich böse... böse... böse aus!!. Schließlich wurde Damien schwungvoll zwischen Damian und Nicky hindurch gestoßen, so dass er vor die Füße des Dark Lords stolperte. Ciaran kam dann auch höchstpersönlich die Treppen herunter, um seinem Lieblingsfeind eine zu scheuern.

 

Die beiden Jungs (wer auch immer es gewesen sein mag *g*) packten Damien wieder brutal (also noch brutaler als früher) und zerrten ihn erneut nach vorne, wo sie ihn, während die anderen sich schließlich doch noch formiert hatten, kräftig vermöbelten. Und zwar richtig kräftig!!! Chris (???) verpasste Damien einen Tritt mit dem Knie in den Magen – exakt Solar Plexus – und Damien sackte tatsächlich zusammen! Ich habe keine Ahnung, ob es einfach nur perfekt abgestimmt war, oder ob er ihn wirklich gestreift/getroffen hatte. Jedenfalls sah es SEHR echt aus!!

 

Doch dann haben sie ihm wie gewohnt den Gürtel weggenommen und im Gleichschritt auf die Treppe zugeführt – nebenbei: alle drei hatten Metall an den Schuhen.

 

Ciarans Solo war genial wie immer. Auch hierbei gilt wieder: Choreographie geändert – auch die von den Jungs davor. Schließlich wendete sich Ciaran  Damien zu. Helen kam hereingefetzt und warf gerade noch rechtzeitig ihren magischen Staub über den Lord (viel mehr über den Dark Lord, denn bis zum Lord reicht es dann doch nicht mehr) und Ciaran jagte Damien mit einem riesigen Knall in die Luft. Helen schlich durch die wartenden Warriors und verschwand mit einem koketten Hüftschwung (sie wäre bestimmt eine gute Morrighan *g*) hinter dem vorderen rechten Vorhang, während Ciarans Jungs mit ihm selbst an der Spitze ihren Siegeszug antraten.

 

Doch schon kam Helen wieder hinter ihrem Vorhang hervor und drängte sich zwischen den Bad Guys hindurch. Diese versuchten sie angestrengt zu erwischen, aber Helen war heute eindeutig zu schnell für die Jungs und sie fetzte zwischen ihnen hindurch und dann sah es sogar so aus, als wolle sie zwischen den Beinen einer der Jungs hindurchkriechen, aber sie hatte sich scheinbar doch noch anders entschlossen und krabbelte an ihm vorbei. Sie rannte zur anderen Seite – nein, nicht auf die Treppe, die existierte zu der Zeit nicht – sondern an den Vorhang links neben dem großen Tor und warf dort ihren Feenstaub aus. Rauch stieg auf und „ganz plötzlich“ stand der Lord auf der Bühne. Damien kam hinter dem Tor hervor, was ja auch logisch ist, da braucht er nicht so viel hinter der Bühne rumlaufen... *g*.

 

Die Warriors schauten ziemlich blöde, als sie ihn sahen – ja, richtig blöde!!! Besonders genial war dabei Siamsa-Shauns Gesicht. Er schaute so, als wolle er sagen: „Ich hab einfach keine Ahnung was los ist. Was ist denn los??? Mag mir mal endlich jemand sagen, was hier los ist?????“ Herrlich!!!! Wirklich fantastisch! Diese Verwirrung der Jungs sieht so echt aus, dass man meinen könnte, sie hätten das noch nie erlebt (und so soll es ja auch rüberkommen). Diese kurze Szene ist nun so genial umgesetzt, dass an das übliche „wie-komm-ich-nur-ganz-einfach-möglichst-schnell-von-der-Bühne-der-rest-ist-mir-egal“-Verhalten gar nicht mehr zu denken ist. Je einer der Jungs stand dann noch bis zum ersten Tap an je einem der Tore an den Seiten.

 

THE DUEL – ohne Worte. So schnell, so sauber, so laut, so böse, so verzweifelt, so .....

 

Damien legte sich richtig ins Zeug, um Ciaran zu verjagen, aber Ciaran hatte darauf wirklich keine richtige Lust und legte sich ebenso ins Zeug. Damien setzte noch eins drauf, und dann wieder Ciaran...

 

Schnell: Dieses Tempo ist soooooooo atemberaubend. Das kann es einfach nicht geben. Die Jungs scheinen immer schneller zu werden

 

Sauber: Deutliche Taps – ohne Tonband – und schöne Fußarbeit. Sehr viel besser als in Blackpool von Damien (ist ja auch schon fast 1 Jahr her....) und ebenfalls besser von Ciaran im Vergleich zu Paris/München im November/Dezember.

 

Laut: Nun, beide haben Eisenklappen an den Schuhen.

 

Böse: Wütend waren sie, die beiden. Unser Lord wollte seinen Widersacher loswerden und der wollte einfach nicht abhauen. Der Dark Lord dagegen fand dieses Verhalten des „bösen guten“ gar nicht freundlich. Irgendwann kann es doch nicht mehr böser/besser gehen, oder? Wie böse bzw. gut werdet ihr denn noch, Jungs???

 

Verzweifelt: Nun, Damien kämpfte, als ginge es um sein Leben (so soll es ja auch sein!) und Ciaran konnte es nicht glauben. Schließlich trug doch er den Gürtel als Wahrzeichen des Lord of the Dance und nicht dieser andere Lord...

 

Auch die Choreographie hat sich verändert, aber schließlich passen sich die Lords und Dark Lords jeweils an. Ich glaube es gibt unzählige Choreographien für das Duel und je nach Besetzung werden die Choreographien dann herausgeholt.

 

Doch schließlich blieb dem Dark Lord nichts anderes übrig als zu erkennen: Der Lord of the Dance hat den Kampf gewonnen. Erst beglückwünschte Helen den Sieger und anschließend kam Bernie auf die Bühne. Erst mit einigen langsamen und bedächtigen Schritten, doch die letzten beiden Schritte lief sie auf ihren Damien zu und die beiden versanken in einem innigen Kuss...

 

Die Mönche (und Mönchinnen *g*) kamen heraus und ehrten ihren Herrn mit dem VICTORY MARCH. Lachende Gesichter auf der Bühne und kein Michael, der sich verlaufen hatte (er war immer irgendwo in der Mitte – wollten sie ihn jetzt nicht mehr voraus laufen lassen??? *g*).

 

Dann kam schon Helen mit ihrer Kerze (sie kam von der rechten Seite hinter dem Vorhang hervor, nicht von der nicht-vorhandenen Treppe *g*) und sprang und hüpfte durch die Gegend. Ach, was haben wir ihre Vitalität in Paris vermisst. Nichts gegen Sarah Sullivan – sie hat ihre Sache auch gut gemacht - aber gegen Helen kann wohl kein anderer Little Spirit mithalten, sie lebt ihre Rolle einfach viel zu sehr aus.

 

VICTORY – die Truppe kam herausgelaufen und lachte und lachte und lachte.... es war herrlich. Aber mal ehrlich, könntet ihr euch das Lachen verkneifen, wenn im Publikum eine handvoll Fans sitzen und euch wie die Honigkuchenpferde angrinsen? Also ich könnte es nicht! Und plötzlich... Was hörten wir da? Einen Siamsa-Shaun-Schrei! Das „schrie“ ja nach Antwort! Und unsere Lieblingstänzer bekamen diese auch sofort, woraufhin Shaun natürlich wieder grinste! Das ist Victory, lieber Shaun, nicht Siamsa!! Schön war´s, können wir das immer so machen???

 

Tom, Sarah, Angela, Anne, Nicky, Des und Kelly schienen dabei auch besonders viel Spaß zu haben (oder hat Backstage gerade jemand einen Witz erzählt??? *g*).

 

Dann kamen sie schon. Unsere Lead-Tänzer des Abends: Bernie und LeighAnn, Ciaran und allen voran Damien, der sein Publikum zum mitklatschen und –feiern aufforderte. Und das hat das Publikum dann auch getan. Standing Ovations!!!! Und das noch während die Tänzer voll Power tanzten!

 

Ohne weitere Zwischenfälle tanzten sie ihr Stück zu Ende – lachend. Herrlich!!!

 

Schließlich, nach viel Applaus und vielen Pfiffen und Schreien, wurde es dunkel und die Tänzer verschwanden. Das Publikum schrie und johlte weiter... weiter... weiter... weiter... und immer weiter.....

 

Lange ließen sie uns warten – sehr lange. Doch irgendwann, Minuten später, bewegten sich erst die Scheinwerfer und dann ertönte das uns allen bekannte Zischen und der Einsatz der Musik. Dann kamen die Tänzer zurück auf der Bühne und wie schon in Paris: Ohne Lord. Doch der würde nachkommen, da machten wir uns keine Sorgen. Die Tänzer marschierten los und...

 

... das Finale der ersten Show begann: PLANET IRELAND.

 

Schließlich kam auch Damien wieder. Er trug das schwarze Hemd aus Victory – ganz im Gegensatz zur Paris-Sitte (rotes Glitzerhemd). Da braucht die gesamte Truppe ewig lange und der Lord muss sich noch nicht einmal umziehen?! Was machen die nur so lange??? *g*

 

Das a cappella Stück war einfach fantastisch. Ich liebe dieses Stück besonders, weil es – ohne „störende“ Musik – die Perfektion des Tanzes ausdrückt und es – auf eigentlich ganz einfache Art und Weise – Rhythmus pur verkörpert. Ich empfinde dieses Stück ganz schlicht und ergreifend als ein Meisterstück in Perfektion.

 

Aber das ist nicht genug. Die Tänzer haben auch an diesem Stück eindeutig ihre Freude. Ob es an dem Tanz selbst lag oder daran, dass das Publikum extrem gut drauf war, kann ich nicht sagen – jedenfalls schien es ihnen heute schon ganz besonders viel Freude zu machen.

 

Und dann ging es schon wieder los. Diesmal fing Alice an zu schreien (Amazing-Alice-Siamsa-Schreie, ääähhh, Amazing-Alice-Planet-Ireland-Schreie) und Kelly und Sarah ließen sich nicht zweimal bitten. Die beiden Mädels legten ebenfalls los und Des konnte nur noch grinsen, als er hörte, wie seine Verlobte losschrie. Ich weiß nicht, wer mehr lachte: Des oder Kelly selbst? Jedenfalls war es sehr spaßig. Und jedes Mal, wenn einer der Tänzer ins Publikum sah (wobei vor allem die Tänzer ganz außen an den Seiten gute Chancen hatten, denn in der Mitte wurden sie direkt von den Scheinwerfern geblendet) und einen von uns lachenden und grinsenden Fans anblickte, mussten sie wieder loslachen und konnten sich nicht mehr halten. Wenn das kein Spaß war!!!

 

Auch (oder besonders?) Damien und LeighAnn hatten ihre Probleme, ernst zu bleiben. Bernie ist eigentlich viel zu professionell, um sich ihre Belustigung anmerken zu lassen, aber auch sie konnte es sich nicht verkneifen und grinste kräftig mit.

 

Schließlich setzte die Musik wieder eine und die Truppe stampfte zum letzten Mal an diesem Abend zu der altbekannten Melodie: "Dance, Dance, where ever you may be...“

 

Sie wurden erneut mit viel Applaus belohnt und wieder stand die Menschenmenge in der Alten Oper! Begeistert kreischten und lachten und stampften die Leute im Takt mit. Ein wirklich fantastisches Publikum zum Anfang des großen Finales in Frankfurt.

 

Die letzten Töne der Musik, die letzten Töne der Steps und anhaltender Applaus. Mit einem letzten großen Knall verschwanden die Tänzer von der Bühne und es wurde dunkel...

 

 

...after the Show....

 

...und es blieb dunkel ... dunkel... dunkel... dunkel... die ersten Leute gingen... es blieb dunkel... und dunkel... wir hechteten nach draußen, um die Tänzer noch „abzufangen“... es blieb dunkel... erst als wir beim Ausgang angekommen waren, gingen die ersten Lichter wieder an.

 

Draußen haben wir uns dann alle wieder getroffen: Bernd und Martin, Steffi und ihre Mutter, Nadine und Heike und natürlich Bruce. Außer uns waren auch noch andere Fans da, die aber leider noch keine Deutsche-Lord-of-the-Dance-Seite lesen – oder sich zumindest noch nicht bemerkbar gemacht haben. Denen hätten wir die URL geben sollen....

 

Und nachdem sie uns (nicht allzu lange) warten ließen, kamen auch schon die ersten Tänzer/-innen heraus, um sich einem ausgiebigen Foto-Shooting zu unterziehen.

 

Emma war eine der ersten und auch gleich wieder weg. Sie wurde schon sehnsüchtig von ihrem Liebsten erwartet, der kurz zuvor herausgekommen war und geduldig abseits gewartet hatte, bis ihre Fans sie wieder entließen (was nicht lange dauerte, schließlich können wir uns ja vorstellen, dass die beiden momentan keine Fans mehr brauchen...) Viel Glück euch Beiden!

 

Sehr schnell waren auch unsere Musiker. Cora und Theresa kamen zusammen aus der Tür und auch diese beiden wurden nicht „verschont“ und durften sich um ihre Fans kümmern. Niamh kam auch sehr schnell heraus und wurde ebenfalls gleich erkannt, was ja nicht selbstverständlich ist, da sich ja gerade die Mädels oft in den paar Minuten zwischen Show und Autogrammen rapide verändern. Abschminken, Haarteile raus, Haar aufstecken (womöglich noch eine andere Haarfarbe haben), ganz leger in Jeans und T-Shirt rumlaufen und möglicherweise sogar noch Sonnenbrillen tragen... sie versuchen wirklich alles... *g*.

 

Und dann kamen schon Bernie und Damien. Unsere Leads wurden natürlich gleich mit großem „Hallo“ begrüßt und konnten sich vor Andrang kaum noch retten. Aber zur Beruhigung aller zu Hause Gebliebenen: Sie haben´s überlebt und werden also noch weiterhin für uns tanzen können.

 

Kurz darauf kam gleich eine ganze Armee: Mark Mulholland, Ger Hayes (mit Sonnenbrille), Bruder Jeff (nein, kein Mönch sondern Ger´s Bruder, Jeff Hayes *g*), Thomas Martin und Michael Edwards mit Catherine Collins, gleich gefolgt von Louise Hayden. Catherine Collins??? Ja, Catherine Collins, ehemalige Saoirse in Troupe 2, aus der ja auch Michael „herstammt“. Und was macht sie hier?? Tanzen??? Wäre ja schön, es sah aber eher so aus, als würde sie hier unter „Familie, Bekannte und enge Freunde der Familie“ laufen, und als seelischer Beistand für Michael fungieren.

 

Kaum hatte man es dann geschafft Michael vor die Foto- (Kontakt-)linse zu bekommen, war auch schon LeighAnn McKenna da. Sie hatten wir fast übersehen und haben sie nur noch anhand des Fotos beim Vorbeischleichen erwischt... *g*

 

Zwischendrin ließen sich Kelly und Des noch kurz blicken und stellten sich bereitwillig für ein paar Fotos bereit, was auch sämtliche Anwesende gleich ausnutzten.

 

Irgendwann kamen auch Stephanie McCarron und Ciara Scott vorbei und ließen sich erweichen Autogramme zu geben und mehr (Stephanie) oder weniger (Ciara) freiwillig gab es dann auch noch ein paar Fotoposen.

 

Für den ersten Tag war es das auch schon gewesen, zumindest haben wir nicht mehr von ihnen entdeckt. Sollte einer von euch „Frankfurtern“ am ersten Tag doch noch den einen oder anderen Tänzer gesehen haben (oder noch jemanden auf Fotos entdecken), dann sagt uns doch bitte Bescheid.

 

Währenddessen warteten Kelly und Des im Taxi auf Bernie und Damien, die sich ein wenig mehr Zeit für ihre Fans nahmen. Ein ungeduldiger Ruf aus dem Taxi half nach. Sie beeilten sich und beim Weglaufen begann Damien noch zu rufen: Siamsa!!! Nein, er rief nicht „Siamsa“ sondern er ließ einen Siamsa-Schrei los!! Dabei tanzt er doch gar nicht mit?! Sooooooo laut sind wir???? Man hört uns auch schon hinter der Bühne??? Also, wenn Damien jetzt mit dem Siamsa-tanzen anfängt, dann lache ich laut los – vor Freude!!!

 

Natürlich mussten wir gleich wieder antworten und Damien brüllte wieder zurück. Das Frage-Antwort-Spiel begann erneut!!! Bernie und Damien liefen zum Taxi und vom Taxi aus ging es weiter!!!

 

Kelly rief noch etwas von „Schön, dass ihr wieder da seid!“ oder so ähnlich. Ich habe es selbst nicht verstanden. Bruce hat es uns dann im Pub übersetzt. Peinlicherweise weiß ich den genauen Wortlaut nicht mehr. Ich bitte hiermit untertänigst um Vergebung. Dann ging es immer  weiter – ruf – ruf zurück – schrei – schrei zurück – brüll – brüll zurück. So ging es hin und her und wieder zurück bis das Taxi außer Hörweite war. Das war soooooooo schön, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen!!!

 

Für uns ging damit ein wunderschöner Tag zu Ende – aber halt! Der Tag war ja noch gar nicht zu Ende!!! Alle zusammen liefen wir los, quer durch Frankfurt. Wie war das noch mal??? Nur ein kurzer Fußweg??? Na ja, wenn eine halbe Stunde ein „kurzer Fußweg“ ist, dann schon, aber großzügigerweise verzeihen wir euch noch mal *g*, gell Bodyguards?? Aber der Weg dorthin war lustig. Wie erklärt man denn auch am Besten, wer Siamsa-Shaun ist? Na, ganz einfach: „Bei Siamsa, der dunkle grüne!“ – gemeint war natürlich: „Bei Siamsa, der mit den dunklen Haaren im grünen Kostüm. Vielleicht sollte ich mal über meine Ausdrucksweise nachdenken....

 

Wir endeten schließlich doch noch im Irish Pub „O´Reilley´s“, wo wir alle noch einen vergnügten Abend verbrachten. Die Tänzer, die nach und nach ebenfalls kamen, übrigens auch. Wir blieben allerdings unter uns und ließen unsere Stars eine gelungene Show feiern – und wir feierten auch.